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DFB-Pokal: FC Bayern sinnt auf Rache

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Im DFB-Pokal kommt es im Viertelfinale zum Duell zwischen dem FCB und BVB. Foto: dpa
Im DFB-Pokal-Viertelfinal kommt es am Mittwoch zur Neuauflage des letzten Endspiels zwischen Bayern München und Borussia Dortmund. Besonders Fußball-Legende Franz Beckenbauer freut sich auf das Duell der beiden besten Mannschaften des Landes.
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München

Franz Beckenbauer schwärmt schon jetzt von einer großen „Fußballnacht“, Jürgen Klopp vom FC Bayern - und die Münchner Profis wollen auf dem Weg zum 16. Titel im DFB-Pokal den „härtesten Konkurrenten“ aus dem Weg räumen. Der Respekt auf beiden Seiten ist groß, vielleicht blieben auch deshalb zwei Tage vor dem Viertelfinal-Duell am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD und Sky) große Sprüche aus.

„Wir sehen uns sehr stark und wissen auch, was Dortmund kann und womit sie uns in letzter Zeit wehgetan haben. Wir wollen einfach mal wieder zeigen, wer ...“, sagte Thomas Müller am Montag - und ergänzte nach einer kurzen Pause. „Ich liefer' keine Überschriften.“

17 Zähler Vorsprung haben die Münchner als designierter Meister in der Fußball-Bundesliga, im vorweggenommenen Pokal-Endspiel soll der Grundstein für eine weitere Trophäe nach zwei mageren Jahren gelegt werden. So ein hungriges Bayern-Team wie in diesen Tagen habe er selten erlebt, sagte Bayern-Ehrenpräsident Beckenbauer der „Bild“-Zeitung. „Deshalb bin ich sicher: Am Mittwoch werden diese Bayern von Dortmund nicht mehr so vorgeführt wie im Pokalfinale mit 2:5.“

Bayern blickt nur nach vorne

Mit der Pokalschmach aus dem vergangenen Jahr wollen sich die Münchner nicht mehr beschäftigen. „Für mich geht es nicht um die Vergangenheit, sondern um das, was kommt“, betonte Müller. „Für uns geht es darum, Titel zu gewinnen, und deswegen sollten wir am Mittwoch Dortmund besiegen.“ Man sei „einfach top drauf“, hob der Nationalspieler hervor. „Es gibt uns keine Sieggarantie, aber der Zeitpunkt ist nicht der schlechteste.“

Die derzeitige Stärke der Bayern soll den BVB zu eigenen Höchstleistungen treiben. „Die Bayern haben in den letzten Wochen wenig Anlass zu Sorge gegeben. Und sie haben ohne Qualitätsverlust brutal rotiert“, sagte Klopp, der seine Truppe nicht mehr speziell motivieren muss. „Es reicht, Bayern München als Gegner zu haben und zu wissen, dass wir einer von wenigen Vereinen auf dem Planeten sind, die die Bayern schlagen können.“

Zuversicht bringt den Westfalen die Möglichkeit, den in der Liga wie auch zuletzt beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach gesperrten Torjäger Robert Lewandowski einsetzen zu können. „Wir wollen in die nächste Runde einziehen“, äußerte Klopp am Montag selbstbewusst. Nach Einschätzung des Fußball-Lehrers steht dem Cup-Inhaber auch Mats Hummels zur Verfügung. Der Nationalverteidiger war am Sonntag beim 1:1 in Mönchengladbach mit einer Oberschenkelprellung ausgewechselt worden. Dazu signalisierte auch Jakub Blaszczykowski seine Einsatzbereitschaft.

Ribéry fehlt wegen Sperre

Bei den Gastgebern soll der beim 6:1 gegen Bremen vorsorglich ausgewechselte Javi Martínez (Adduktorenprobleme) einsatzfähig sein. Ersetzen muss Trainer Jupp Heynckes dagegen den gesperrten Franck Ribéry. „Er ist ein exzellenter Spieler für die Mannschaft“, betonte Müller. Aber angesichts der großen Qualität des FC Bayern „sollte so ein Ausfall uns am wenigstens treffen“.

Seit dem 1:3 in der Bundesliga am 13. Februar 2010 hat die Borussia mit Ausnahme des Supercups 2012 kein Pflichtspiel mehr gegen den großen Rivalen verloren - und vor dem 1:1 im Erstligaduell am 1. Dezember des Vorjahres fünfmal gewonnen, dabei zweimal sogar in München. Klopp: „Wir haben gemerkt, dass der Respekt der Bayern vor uns größer geworden ist.“

Doch als Nummer eins sieht sich nach wie vor der FC Bayern. „Wir konnten es leider die letzten zwei Jahre nicht beweisen, auch wenn es da schon meine Meinung war. Aber Dortmund ist zweimal absolut verdient Meister geworden“, sagte Toni Kroos, und berichtete nach der Vormittagseinheit von einer „sehr fokussierten“ Mannschaft. „Man merkt, dass es ein weiteres K.o.-Spiel ist. In der Liga stehen wir sehr gut da, da wird es keine K.o.-Spiele mehr geben, denke ich“, befand Kroos. (dpa)

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