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Eintracht Frankfurt: Veh-Abschied rückt näher

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Ungewisse Zukunft: Eintracht-Coach Armin Veh (r.) Foto: Bongarts/Getty Images
Eintracht Frankfurts Trainer Armin Veh hat angekündigt, während der Länderspielpause eine Entscheidung über seine Zukunft zu treffen. Ein Abschied aus Frankfurt ist immer wahrscheinlicher. In Gelsenkirchen wartet man auf eine Entscheidung.
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Armin Veh lenkt seit einem Jahr und 260 Tagen die Geschicke von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt, doch seit Montag läuft der Countdown bis zum Abschied des Trainers aus der Mainmetropole. Obwohl der Coach nach dem 1:2 (1:0) gegen den VfB Stuttgart beteuerte, dass er sich noch nicht entschieden habe, gehen fast alle Beobachter vom Ende der Amtszeit des 52-Jährigen im Sommer aus.

Bereits in den kommenden Tagen muss die Eintracht wohl verkünden, dass Veh dem heftigen Werben von Schalke 04 erlegen ist. Schon jetzt gibt es Spekulationen über mögliche Nachfolger. Auch dem Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen scheint langsam klar zu werden, dass es Zeit für einen Plan B wird. Erst hörte sich Bruchhagen nach dem sechsten Spiel ohne Sieg in Folge die Ausführungen seines Trainers über seine ungewisse Zukunft, die unerträgliche Situation und die anstehende Entscheidung in der Länderspielpause genau an, dann verließ der Vorstandsboss kommentarlos die Arena durch die Tiefgarage.

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Nachfolgekandidaten für Fankfurt

Am Montag durfte Bruchhagen dann in der FAZ lesen, dass Kosta Runjaic (MSV Duisburg) und Roger Schmidt (Red Bull Salzburg) die aussichtsreichsten Kandidaten für die Veh-Nachfolge seien. Der noch amtierende Coach hat immerhin erkannt, dass seine Hinhalte-Taktik (Erreichen der 40-Punkte-Marke, Forderung nach Verstärkungen) mittlerweile zur großen Belastung für den gesamten Klub geworden ist. „Dieses Rumgeeiere ist auf Dauer unerträglich“, sagte Veh nach der Partie gegen seinen Ex-Klub, mit dem er 2007 sensationell deutscher Meister geworden ist.

Einen ähnlichen Triumph wird der Coach mit der Eintracht zwar nicht schaffen, dennoch war seine Arbeit bei den Hessen bisher von großem Erfolg geprägt. Erst schaffte Veh den direkten Wiederaufstieg, und derzeit liegen die Frankfurter trotz der momentanen Krise immer noch auf dem Qualifikations-Platz zur Champions League. Punktgleich mit der Eintracht sind pikanterweise die Schalker, gegen die Frankfurt am 30. Spieltag ein vorweggenommenes Endspiel um die Königsklasse bestreiten könnte. Sollte Veh tatsächlich dem unüberhörbaren Ruf seines Kumpels und Schalke-Managers Horst Heldt nach Gelsenkirchen folgen, droht dem Trainer rund um diese Partie ein Spießrutenlauf.

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Held bestätigt Gespräche

Zwar betonte auch Heldt am Sonntagabend, dass noch keine Entscheidung gefallen sei - dennoch machte der Manager kein Geheimnis daraus, dass er weiter am seinem Meistertrainer aus gemeinsamen Stuttgarter Tagen baggert. „Wer das Verhältnis von Armin Veh und mir kennt, der weiß, dass wir natürlich darüber nachdenken, dass wir möglicherweise in naher Zukunft oder irgendwann zusammenarbeiten, daraus haben wir nie einen Hehl gemacht“, sagte Heldt bei Sky.

Trotz der engen Verbindungen zwischen Heldt und Veh sah sich der Frankfurter Trainer genötigt, einige Dinge rund um die Gerüchte über seinen bevorstehenden Wechsel zu den Königsblauen richtigzustellen. Der Coach betonte, dass er keinen Vorvertrag unterschrieben habe. „Das kann ich zu 100 Prozent verneinen. Wenn ich etwas gemacht hätte, dann würde ich es sagen, und es nicht zurückhalten“, äußerte Veh, um dann aber noch nachzuschieben: „Das heißt nicht, dass ich in Frankfurt bleibe. Ich habe mich noch nicht entschieden.“

Für eine Entscheidung wird es allerdings höchste Zeit. Seit dem Beginn des erneuten Hickhacks um Veh, der auch zum Ende der vergangenen Saison mit seiner Vertragsverlängerung bis in den Mai gezögert hatte, geht es sportlich bergab. Auch die Niederlage vor 50.600 Zuschauern gegen den VfB war vollkommen unnötig. Nach der Führung durch Stefan Aigner (17.) schienen die Hessen bereits auf der Siegerstraße. Vedad Ibisevic per Foulelfmeter (49.) und Georg Niedermeier (71.) drehten die Partie aber zugunsten der krisengeschüttelten Schwaben, die so dem drohenden Abstiegskampf wohl entgangen sind. SID

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