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FC Bayern München: Konkurrenzkampf spitzt sich zu

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Prominent besetzt: die Ersatzbank des FC Bayern München. Foto: dpa
Einigen Stars droht beim FC Bayern München in naher Zukunft die Bank. Während Arjen Robben den Konkurrenzkampf als „Wahnsinn“ bezeichnet, schickt Star-Trainer Pep Guardiola eine Warnung an seine Profis. Für Sammer gibt es keine Stammelf mehr.
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München

Wie auch immer Pep Guardiola ein- oder auswechselte, von einer B-Mannschaft war keine Spur. Und so mancher Fan und Experte fühlte sich nach dem Telekom-Cup in Mönchengladbach in seinen Befürchtungen bestätigt: Wer will Bayern München in der kommenden Bundesliga-Saison schlagen? Die Ansammlung hochkarätiger Spieler, letzten Dienstag durch Thiago vom FC Barcelona noch vergrößert, hinterließ nachhaltigen Eindruck.

Doch so unberechenbar das Spiel des Triple-Gewinners geworden ist, so unberechenbar scheint die Stimmung im Starensemble, denn der Kampf um die ersten elf Plätze im Team hat längst begonnen. Die Verantwortlichen des Rekordmeisters versuchen, alle Spekulationen um die Startformation beim Liga-Auftakt am 9. August gegen Borussia Mönchengladbach im Keim zu ersticken.

Guardiola gibt sich demonstrativ gelassen. Die Spieler äußerten sich ausnahmslos sehr lobend über ihn und seine Arbeit, stellte ein Journalist in der Pressekonferenz fest. Der Bayern-Coach antwortete: „Am Anfang der Saison reden immer alle gut über den Trainer. Doch am Samstag haben wir unser erstes offizielles Spiel, und da könnten Spieler, die nicht zum Einsatz kommen, schon erste Probleme machen.“

Hinsichtlich der möglichen Mannschaft für das Prestige-Duell um den Supercup beim Vize-Meister Borussia Dortmund (20.30 Uhr/ZDF) ließen die beiden Turnierspiele gegen Hamburg (4:0) und die gastgebenden Gladbacher (5:1) keine Schlüsse zu. „Die Spieler müssen letztendlich meine Entscheidungen akzeptieren. Dafür bin ich hier“, ergänzte Guardiola mit dem Selbstbewusstsein des Star-Trainers und verzog dabei keine Miene: „Wenn sie an sich denken, gibt's Probleme.“ Aber er glaube, „sie denken an Bayern“.

Sammer warnt seine Profis

Das erwartet auch Sportdirektor Matthias Sammer, der im kicker eine unmissverständliche Warnung an seinen Luxus-Kader aussprach: „Die Zeiten einer Stammelf sind vorbei. Unser Trainer wird es so handhaben, dass jeder auf genügend Einsätze kommt. Wenn sich aber ein Einzelner in den Mittelpunkt stellt, bekommt er Ärger.“ Immerhin, so Sammer, benötige man beim Tanz auf derart vielen Hochzeiten einen großen Kader, denn die Belastungen seien hoch. „Man bedenke: Allein in der Hinrunde haben unsere Nationalspieler nur zwei normale Wochen“, sagte der Europameister von 1996.

Teamgeist sei gefragt, denn wie in der vergangenen Spielzeit unter Jupp Heynckes hätten am Ende schließlich alle davon profitiert. 28 Akteure umfasst derzeit das Aufgebot der Bayern. Die Confed-Cup-Teilnehmer Dante, Javi Martinez und Luiz Gustavo pausierten in Gladbach, andere wie Bastian Schweinsteiger oder Mario Götze befinden sich noch im Aufbautraining. Ende des Monats planen die Verantwortlichen der Bayern eine Bestandsaufnahme. Guardiola möchte während der Saison lieber mit einem kleineren Kader arbeiten.

Robben spricht von „Wahnsinn“

Der Niederländer Arjen Robben beschreibt die personelle Situation und den Konkurrenzkampf in einem Interview im kicker als „Wahnsinn“. Das sei schon „der beste Kader, in dem ich war“. Es werde schwierig sein für manche, „aber das spornt jeden an und treibt uns noch mehr an“.

Für Ehrenpräsident Franz Beckenbauer sind jedoch Probleme programmiert. „Zu viel Konkurrenz funktioniert auch nicht. Da hast du immer den einen oder anderen, der überhaupt nicht spielt. Was soll der dann machen? In der vierten Liga spielen, das ist auch nicht befriedigend“, sagte der „Kaiser“ der Münchner AZ. Da müsse der FC Bayern dann eine Lösung finden: „Verleihen oder verkaufen.“ Ohnehin ist Luiz Gustavo seit Tagen beim VfL Wolfsburg im Gespräch. Ausleih-Kandidaten sind zudem Emre Can und Mitchell Weiser, der schon im vergangenen Halbjahr in Kaiserslautern Spielpraxis gesammelt hatte. (sid)

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