FC-Trainer Stale Solbakken über Lukas Podolski: „Wir müssen Lukas beweisen, dass er eine gute und große Zukunft hier in Köln hat. Dann muss er eine Entscheidung treffen.“
FC-Geschäftsführer Claus Horstmann
...über die Vereinskritik von Lukas Podolski: „Sicherlich ist es das Recht eines derart profilierten Spielers, sich öffentlich zu äußern. Uns wundert sehr der Zeitpunkt und der Inhalt der Äußerungen an einem Tag, an dem wir so ein wichtiges Spiel wie heute gegen den HSV vor uns haben, ein Interview zu geben, das in der Form mit uns nicht abgestimmt und von uns nicht freigeben ist. Das stößt bei mir auf komplettes Unverständnis. Es ist im Inhalt vom Management von Lukas freigegeben worden. Unsere Empfehlungen sind nicht aufgenommen worden. Er hat sich bewusst gegen arbeitsvertragliche Regelungen widersetzt. Äußerungen über den Klub sind vom Klub freizugeben. Man muss sagen: Zu diesem Zeitpunkt, in dieser Situation, als verletzter Spieler, der nicht im Kader ist, der immer Ruhe einfordert, ein Interview zu geben, ist vollkommen ohne Not und gehört nicht in die Welt. Es war nicht das erste Mal, dass diese Situation so entstanden ist. Da müssen wir deutlich machen, wie Rechte und Pflichten verteilt sind, und dass sich Lukas an Spielregeln zu halten hat. Rechte und Pflichten gelten für jeden Spieler.“
...über die Konsequenzen für Lukas Podolski: „Wir werden uns morgen mit Lukas zusammensetzen. Wir haben uns als Klub dazu entschlossen, diese Form des Interviews, die Inhalte und die Vorgehensweise, nicht zu tolerieren, sondern zu sanktionieren. Sicher ist, dass wir als Klub von den Möglichkeiten, die uns der Arbeitsvertrag bietet, Gebrauch machen, um für Klarheit zu sorgen, um für alle deutlich zu machen: Der 1.FC Köln ist in dieser Situation entscheidend, auch Lukas muss sich an die Spielregeln halten. Wie wir sanktionieren, werden wir in der nächsten Woche entschieden. Unsere Position, Priorität eins ist eine frühzeitige Vertragsverlängerung, bleibt jedoch unverändert.“
Ex-Manager Reiner Calmund: „Es ist jetzt Karnevalswoche. Stimmung muss sein. Hier ist jetzt wieder Stimmung paradox! Die Kölner haben seit elf Jahren die beste Saison. Man muss menschlich vertrauensvoll zusammenarbeiten. Jetzt kommt der Poldi wieder - das ist jetzt auch nichts Neues. Ich verstehe Horstmann, dass er als Geschäftsführer sagt, wir haben bei dem kleinen Unfall im Freizeitfußball die Klappe gehalten. Man kann sich nicht immer auf dem Kopf rumtanzen lassen. Man kann ihn nicht suspendieren, aber ein paar Mark Strafe tun dem Lukas nicht weh. Ich verstehe auch den Lukas. Er will nicht nur seine Kohle haben, er will mit dem 1.FC Köln nach oben marschieren. Wenn er im Sommer sieht, dass die Mannschaft nicht oben angreifen kann, wird ihm keiner böse sein, wenn er geht. Jetzt wäre es mal besser, die Klappe zu halten.“


