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VfB ausgeschieden: Wunder im Geisterspiel bleibt aus

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Stuttgarts Christian Molinaro wendet sich ab, Lazio's Libor Kozak und Antonio Candreva jubeln. Foto: REUTERS
Das Fußball-Wunder in der heiligen Stadt blieb aus, der VfB Stuttgart ist im Achtelfinale der Europa League erwartungsgemäß gescheitert. Die Schwaben verloren nach dem 0:2 im Hinspiel auch das trostlose „Geisterspiel“ bei Lazio Rom mit 1:3.
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Rom

Der VfB Stuttgart ist wie erwartet im Achtelfinale der Fußball-Europa-League ausgeschieden. Der Bundesligist verlor auch das Rückspiel bei Lazio Rom 1:3 (0:2), nachdem er eine Woche zuvor 0:2 unterlegen war. Bei der Partie im gähnend leeren Olympiastadion war schon nach acht Minuten alles vorbei. Innerhalb von nur 150 Sekunden erzielte der Tscheche Libor Kozak zwei Treffer (6./8.). Der VfB hätte danach noch viermal treffen müssen, um weiterzukommen, doch nur Tamas Hajnal war noch ein Tor vergönnt (62.).

Mit seinem achten Saisontreffer besiegelte Kozak (86.) die erneute Stuttgarter Niederlage. „Die ersten zwei Schüsse vom Gegner waren sofort drin, da war das Spiel gelaufen. Lazio hat nur noch das Nötigste gemacht“, sagte Mittelfeldspieler Christian Gentner: „Die zweite Hälfte war in Ordnung, von der Moral und vom Charakter her. Es war wichtig, dass wir uns ordentlich verabschiedet haben.“ Damit ist die Bundesliga im Europapokal nur noch durch Bayern München und Borussia Dortmund vertreten.

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Mit Beginn der K.o.-Runden in der Europa League sowie Champions League war noch die Rekordzahl von sieben deutschen Mannschaften in den beiden Wettbewerben dabei. Stuttgart hatte als einziger von vier Bundesligisten in der Europa League das Achtelfinale erreicht, muss nun aber auf den DFB-Pokal hoffen, um in der kommenden Saison international spielen zu können: Im Halbfinale treffen die Schwaben dabei auf den SC Freiburg.

Trotzig hatten die Stuttgarter nach der Niederlage im Heimspiel eine Woche zuvor ihre Chance in Rom beschworen: „Wir sind hier nicht auf Kaffeefahrt“, hatte Trainer Bruno Labbadia vor dem Spiel betont, „wenn man die Hoffnung nicht hätte, dann dürfte man keinen Fußball spielen“. Die Hoffnung aber war nach zwei krassen Aussetzern in der Abwehr schnell dahin: Zunächst passte Serdar Tasci nicht auf den in seinem Rücken lauernden Kozak auf, dann Georg Niedermeier.

Nach dem frühen Schock waren die Stuttgarter zunächst damit beschäftigt, sich erst einmal zu sammeln. Das Bemühen zumindest um den Anschlusstreffer war danach erkennbar, allerdings zeigte sich Lazio, das noch bis Ende März auf Nationalspieler Miroslav Klose verzichten muss, wie im Hinspiel abgezockt. Es dauerte bis zur 51. Minute, ehe Gotuko Sakai Lazios neuen Schlussmann zu einer ersten Parade zwang. Hajnal überwand Bizzarri zehn Minuten später, kurz darauf verhinderte der Torhüter den Ausgleich durch Gentner (69.). Zu diesem Zeitpunkt spielten die Römer aber auch nur noch mit halber Kraft.

Die trostlose Kulisse passte zum Abschied der Stuttgarter. Lazio hatte wegen der rassistischen Ausfälle seines Anhangs von der UEFA eine Platzsperre aufgebrummt bekommen. Zahlreiche Tifosi hatten sich dennoch auf den Weg vor das Stadion gemacht, um ihre Mannschaft so wenigstens symbolisch zu unterstützen. Die Arena aber war durch ein starkes Polizeiaufgebot abgeriegelt. Im Stadion war die Atmosphäre gespenstisch. Die UEFA inszenierte das Spiel dann aber dennoch wie üblich - fernsehgerecht und so, als seien Zuschauer im Stadion. Tatsächlich jedoch beschränkte sich die Zahl der Augenzeugen des „Geisterspiels“ in der immerhin 72.000 Besucher fassenden Arena auf die Mitarbeiter der übertragenden TV-Anstalten, Journalisten, Fotografen, Helfer sowie Balljungen. Im riesigen Rund war jeder Ruf vom Spielfeld deutlich zu hören. (sid)

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