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Zweite Liga: Fürth und KSC starten siegreich

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Der Fürther Tom Weilandt jubelt über sein Tor zum 1:0. Foto: dpa
Nach einem Alptraumjahr im eigenen Stadion beglückten die Fürther Fußball-Profis ihre Fans mit einem Auftaktsieg gegen Bielefeld. Auch Kaiserslautern, Aufsteiger KSC und der VfL Bochum kamen am Sonntag gut aus den Startlöchern.
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Paderborn

Absteiger SpVgg Greuther Fürth ist mit einem standesgemäßen Sieg in die 2. Fußball-Bundesliga gestartet. Die Franken bezwangen am Sonntag Aufsteiger Arminia Bielefeld mit 2:0 (2:0) und machten damit den ersten Heimsieg seit mehr als 15 Monaten perfekt. Die Tore für die nur in den ersten 30 Minuten überzeugenden Hausherren erzielten Tom Weilandt (3. Minute) und Nikola Djurdjic (11.). Die Ostwestfalen ließen in der zweiten Hälfte mehrere hochkarätige Chancen liegen und mussten mit leeren Händen die Heimreise antreten.

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Rasant startete das komplett neu formierte Team der Franken in die Partie vor 11 485 Zuschauern. Nach einem schweren Abwehrpatzer der Arminen war Neuzugang Weilandt zur Stelle und erzielte die Führung. Nur wenige Minuten später durften die in der vergangenen Saison wenig verwöhnten Fürther Fans erneut jubeln: Nach einer feinen Hereingabe von Zoltan Stieber legte Torjäger Djurdjic nach.
In Halbzeit zwei begann aber plötzlich das große Zittern bei den Franken. Wiederholt kamen die nun mutig agierenden Gäste gefährlich vor das Tor von Wolfgang Hesl, der Keeper parierte aber glänzend gegen Fabian Klos (53.) und Sebastian Hille (64.).

Bochum überrascht Geheimfavorit Union

Bejubeln das Siegtor gegen Paderborn: die Spieler des 1. FC Kaiserlautern.
Bejubeln das Siegtor gegen Paderborn: die Spieler des 1. FC Kaiserlautern.
Foto: dpa

Der runderneuerte VfL Bochum hat am ersten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga den Geheimfavoriten 1. FC Union überrascht. Das Team von Trainer Peter Neururer, mit dem in der Vorsaison der Abstieg in Liga drei gerade noch verhindert werden konnte, gewann am Sonntag bei den Berlinern mit 2:1 (0:0). Die Treffer für den VfL vor 18 823 Fans an der „Alten Försterei“ markierten der junge Neuzugang Danny Latza mit einem herrlichen 33-Meter-Schuss (64.), bei dem sich Union-Torwart Daniel Haas verschätzte, und Marcel Maltritz mit einem verwandelten Handelfmeter (88.). Zwischenzeitlich hatte Damir Kreilach für die gehemmten Gastgeber ausgeglichen (86.).
Der VfL, der nach dem knapp abgewendeten Abstieg mit einer stark veränderten Mannschaft in die neue Spielzeit gegangen war, besaß schon in der ersten Halbzeit die klareren Chancen. Der von Sturm Graz gekommene Richard Sukuta-Pasu hatte zwar schon Union-Keeper Hass ausgespielt, verstolperte aber vor dem leeren Tor (30.). Christian Tiffert und Yusuke Tasaka vergaben eine Doppel-Möglichkeit (21.).

Der 1. FC Union, nach der Fertigstellung der neuen Haupttribüne und guten Testspielen mit viel Euphorie und Selbstbewusstsein ausgestattet, tat sich gegen den mit sechs Neuzugängen besetzten VfL in seinem ersten Auftakt-Heimspiel seit dem Aufstieg 2009 schwer. Zwar schoss Neuzugang Kreilach einen Freistoß zum 1:1 ins Netz. Doch ein Handspiel von Mario Eggimann nutzten die Gäste zum Sieg.

Aufsteiger KSC siegt dank Peitz in Frankfurt

Aufsteiger Karlsruher SC hat gleich am ersten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga einen Achtungserfolg erzielt. Das Team von Trainer Markus Kauczinski erkämpfte beim FSV Frankfurt, dem Vierten der Vorsaison, einen 1:0 (0:0)-Sieg. Dominic Peitz (84.) erzielte das Tor des Tages per Kopf nach einem Eckball. „Wir haben gezeigt, dass wir uns vor niemandem verstecken müssen“, sagte Kauczinski: „Die Stimmung unserer Fans war überragend. Wir sind auch ein Traditionsverein.“ FSV-Kapitän Björn Schlicke nahm das Gegentor auf seine Kappe. „Mir ist mein Gegenspieler entwichen“, sagte er: „Aber wir machen uns jetzt nicht verrückt, es sind noch 33 Spiele zu spielen. Wir waren einfach zu einfallslos.“ Empfangen wurde der KSC in der Bankenmetropole jedoch äußerst unrühmlich. In der Nacht auf Sonntag demolierten Frankfurter Rowdys den Karlsruher Mannschaftsbus vor dem Teamhotel in Oberursel (Sachschaden: 14.000 Euro).

Laut Polizeiangaben seien nach der Tat „mehrere Aufkleber der Frankfurter “Ultras„ aufgebracht“ gewesen, „ein Szenebezug erscheint wahrscheinlich“. Am Bornheimer Hang hingegen sorgten die 8016 Zuschauer trotz brütender Hitze für beste Zweitliga-Atmosphäre - auch, wenn beide Teams auf dem Platz zunächst vieles schuldig blieben. Karlsruhe überzeugte in der Anfangsphase aber durch laufintensive Defensivarbeit und ließ dem Team von Trainer Benno Möhlmann keinen Raum zur spielerischen Entfaltung. Nach 22 Minuten gönnte Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) den Spielern eine kurze Trinkpause, die allerdings kaum für mehr Kraft auf beiden Seiten sorgte. Nach 37 Minuten hatte der KSC dennoch die Dreifach-Chance zur Führung. Zunächst Rouwen Hennings per Fernschuss und anschließend zweimal Koen van der Biezen prüften FSV-Torwart Patric Klandt. 18 Sekunden nach dem Wiederanpfiff verpasste Nils Teixeira die FSV-Führung denkbar knapp, sein Schuss nach gutem Einsatz von Edmond Kapllani strich um Zentimeter am langen Pfosten vorbei (46.). Auf der Gegenseite scheiterte erneut Hennings per Kopf (55.), ehe Meyer wieder zur Trinkpause pfiff (68.). Beste Spieler der Gastgeber waren Michael Görlitz und Manuel Konrad, beim KSC verdienten sich van der Biezen und Daniel Gordon die Bestnoten.

Lautern erkämpft sich Auftaktsieg

Der Aufstiegsfavorit 1. FC Kaiserslautern ist mit einem verdienten Auswärtssieg in die Zweitliga-Saison gestartet. Die Roten Teufel, in der Vorsaison in der Relegation an 1899 Hoffenheim gescheitert, gewannen zum Auftakt beim SC Paderborn durch ein Tor des jungen Stürmers Simon Zoller in der 69. Minute mit 1:0 (0:0). Zoller (22) war vom Drittligisten VfL Osnabrück zum FCK gewechselt. Lange hatte es allerdings so ausgesehen, als müsste sich Kaiserslautern mit einer Enttäuschung abfinden.

Zwar drängte die hochkarätig besetzte FCK-Offensive die Paderborner in der zweiten Halbzeit in deren Spielhälfte, doch der entscheidende Pass kam nicht an. Dies änderte sich, als Mohamadou Idrissou für seinen zuvor etwas untergetauchten Sturmpartner Zoller auflegte. „Wir haben mitgenommen, was wir wollten. Wir haben uns viel vorgenommen und wollen unbedingt aufsteigen“, sagte Idrissou. FCK-Trainer Franco Foda hatte sich erwartungsgemäß für das Sturmduo Idrissou/Zoller entschieden, der zweite Neuzugang Olivier Occean saß bis zur 71. Minute auf der Ersatzbank.

Erstaunlicherweise war es zunächst nicht Kruse im SCP-Tor, sondern der Lauterer Schlussmann Tobias Sippel, der gleich zweimal spektakulär klären musste - gegen Rick ten Voorde (15.) und dann im Duell mit Mahir Saglik (18.). Paderborn war lauf- und zweikampfstark, vom FCK kam fast 30 Minuten lang wenig. Dann aber wurden die von Tausenden Mitgereisten unter den 10.022 Zuschauern stürmisch angefeuerten Gäste dominant - sie feierten letztlich einen Arbeitssieg. Der finnische Nationalspieler Alexander Ring und Markus Karl überzeugten im defensiven Mittelfeld der Gäste, Uwe Hünemeier und Diego Demme waren die besten Spieler aufseiten Paderborns. (sid)

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