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Geschmackstest: Vegetarische Restaurants im Test

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Knackig, buntes Essen: Frisches Obst und Gemüse ist nur ein kleiner Teil der vegetarischen Küche. Viel wird auch mit Soja gekocht. Foto: dpa
Gute vegetarische oder gar vegane Küche ist in Köln immer noch Mangelware. Während sich andernorts fleischlose Gastronomie mit kulinarischem Anspruch und Ausgeh-Schick verbindet, pflegen die hiesigen Häuser vorwiegend Imbiss-Kultur.  Von
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Köln

Gut vegetarisch oder gar vegan essen zu gehen ist gar nicht so leicht - zumindest in Köln nicht. Da gibt es noch Potenzial nach oben, finden unsere Restaurant-Tester. Unterwegs für das KStA-Magazin waren Christiane Vielhaber, Jasmin Michels, Silke Offergeld und Claudia Lehnen. Hier ihre Ergebnisse im Vergleich:

Veganer Chiliburger im Trash-chic in Köln-Kalk.
Veganer Chiliburger im Trash-chic in Köln-Kalk.

Trash Chic

Auf der Brause (2,20 Euro) startet eine Rakete in den grünen Himmel, an den Wänden hängen Ankündigungen zu Vorträgen wie „Die Kraft der Schmetterlinge“, auf den Boxen thront ein Kinderstuhl und an den Wirtshaustischen: Häkelmützen-Paare. Ein Panoptikum wunderlicher Dinge. Das eigene Wohnzimmer, in dem merkwürdigerweise ein Kumpel mit Cargohosen und Vollbart Sojaschnitzel mit Bratkartoffeln und Salat (8,50 Euro) bringt. Und plauscht. Und nett ist. So, dass es schon wieder merkwürdig ist, dass er sich nicht mit ’ner Club Mate (2,90 Euro) dazusetzt und von seinen Erdbeerplantagen-Plänen erzählt. Das Schnitzel ähnelt in Konsistenz zu sehr sehnigem Fleisch. Aber die Bratkartoffeln sind knusprig. Der vegane Chiliburger (5,70 Euro) matscht sich schlonzig, senfig und scharf in die Geschmacksknospen. Beruhigende Erkenntnis: Veganese schmeckt wie Mayo. (cle)

Trash-Chic
Wiersbergstraße 31, Köln Kalk, Mo.-So. 16-02 Uhr
www.trash-chic.com

Vegan mit asiatischem Touch im Well Being im Belgischen Viertel.
Vegan mit asiatischem Touch im Well Being im Belgischen Viertel.

Well Being

Dieses vegane und alkoholfreie Restaurant ist ganz in Weiß gehalten und eher etwas für ein schnelles Essen als für den romantischen Abend. Als Erfrischung gibt es einen Limonencocktail mit Ingwerstreifen (5 Euro). Der Salat aus grüner Mango, Koriander und Minze (3,50 Euro) ist köstlich, ebenso das selbsteingelegte Kim Chi (3,50 Euro) – Chinakohl mit Knoblauch und Chili scharf gewürzt. Als Nicht-Vegetarier geben wir dem Veggie-Meat des vietnamesischen Lokals eine Chance. „Xao xa ot“, Veggie Chicken mit Zitronengras und Erdnüssen (7,90 Euro), soll scharf sein, ist aber eher belanglos. Auch das „Vit chay sot gung Saigon“ fällt gegenüber den Vorspeisen ab. Die Veggie-Ente (10,90 Euro) ist bis hin zur Fettschicht äußerlich kaum von einer echten zu unterscheiden. Es überwiegt aber ein merkwürdiger Röstgeschmack. (cv)
Well Being
Brabanter Str. 9, Köln Belgisches Viertel, Di.-Fr. 11.30-15 und 17-22 Uhr, Sa. 12-22.30 Uhr, So. 15-22 Uhr
www.wellbeing-koeln.de

Veedel Vital in der Kölner Südstadt
Veedel Vital in der Kölner Südstadt

Veedel Vital

Hier werden Fleischesser wie Vegetarier glücklich – einige Gerichte sind auch mit Hühnchen oder Thunfisch zu haben. Die Mahlzeiten sind allerdings eher leichte Mittagessen, schließlich ist das kleine Lokal eigentlich eine Salatbar. Der Avocado-Apfelsalat mit Walnüssen, Basilikum und feiner Zitronennote (4,90 Euro) war frisch und lecker, aber etwas zu apfellastig. Die Gemüsequiche (3,90 Euro) war fein gewürzt; die Tomatensuppe fruchtig (3,90 Euro). Das Pidetta deluxe, getoastetes Fladenbrot mit buntem Salat, Käse und wahlweise Thunfisch, Tomate mit Mozzarella oder Hähnchenbrust für 4,20 Euro ist knusprig und lecker. Unbedingt probieren: die hausgemachten Smoothies aus frischen Früchten (groß 3,60 Euro). Kuchen und Milch gibt es auch laktosefrei. Die Atmosphäre ist unaufgeregt und privat, die Musik loungig, das Publikum jung. Für Kinder gibt es Bilderbücher und Kinderstühle. (jam)

Veedel Vital
Ubierring 18, Köln Südstadt, Mo.-Fr. 9-21 Uhr, Sa. 11-19 Uhr

Signor Verde in der Neustadt-Süd
Signor Verde in der Neustadt-Süd

Signor Verde

Veganes Essen für Neugierige: Die netten Kellnerinnen erklären gern, ohne zu missionieren. Das schummrige Lokal ist gemütlich-studentisch, dem entsprechen die Preise und der einfache Anspruch der Küche. Toll: Der vegane Hot Dog (3,50 Euro) im knusprigen Vollkornbrot. Lecker: Die Pizzaröllchen mit saftig-salzigem, nun ja: Käseersatz (6,90 Euro). Eher staubig: das Mett-Baguette (3 Euro). Beim Auflauf (7,90 Euro) hätten wir uns statt brotigem Tofu frisches Gemüse unterm Kartoffelbrei gewünscht. Dass es veganen Weißwein (4,50 Euro) gibt – sonst kommt u.a. Gelatine zur Klärung zum Einsatz – ist eine Erkenntnis. Sehr gut: Der Bio-Kaffee, mit oder ohne Soja- oder Reismilch (Espresso 1,50 Euro, Macchiato 2,40 Euro). Die Schoko-Kirsch-Torte (2,50 Euro) war saftig, aber etwas mehlig. Auch glutenfreier Kuchen ist übrigens immer mal wieder im Angebot. (sio)

Signor Verde
Otto-Fischer-Str. 1, Köln Neustadt Süd, Di bis Fr 10- 22 Uhr, Sa 11-22 Uhr, So 11-18 Uhr
signorverde.wordpress.com

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