Gesund & Fit
Wie lebe ich gesund? Wie schütze ich mich gegen Grippe und Erkältung? Infos zu Krankheiten wie Diabetes, Kopf- und Rückenschmerzen sowie Fitnesstrends

Vorlesen
0 Kommentare

Patienten-Ratgeber: Die Schritte bei Verdacht auf Behandlungsfehler

Erstellt
Erster Ansprechpartner beim Verdacht auf einen Behandlungsfehler sollte der behandelnde Arzt sein.  Foto: dpa
Mehr als 12.000 Patienten hatten 2012 den Verdacht, von Ärzten fehlerhaft behandelt worden zu sein. Doch wie geht man bei einem solchen Verdacht vor? Welche Schritte die richtigen sind und welche Stellen helfen, wenn der Arzt möglicherweise gepfuscht hat.
Drucken per Mail

Erster Ansprechpartner beim Verdacht auf einen Behandlungsfehler ist in der Regel der behandelnde Arzt. Häufig kommen Betroffene mit ihrem Anliegen bei Arzt oder Klinik aber nicht weiter. Dann stehen ihnen zwei andere Ansprechpartner zur Verfügung: die eigene Krankenkasse und die Schlichtungsstelle der regional zuständigen Ärztekammer. Letzter Schritt sei eine Klage auf Schmerzensgeld und Schadenersatz, sagt Judith Storf von der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). Sie arbeitet in der UPD-Beratungsstelle Bielefeld.

Mangelnde Aufklärung ist ein Fehler

Zunächst geht es um die Frage, ob tatsächlich ein Behandlungsfehler vorliegt. Das ist der Fall, wenn der Arzt schuldhaft etwas falsch gemacht hat und der Patient dadurch einen Schaden davon getragen hat. „Auch mangelnde Aufklärung vor einer Operation ist schon ein Behandlungsfehler“, betont Storf.

Am besten fertigt der Patient zuerst ein Gedächtnisprotokoll an. Darin notiert er den Behandlungsverlauf sowie Namen und Adressen möglicher Zeugen. Außerdem sollte er Fotokopien seiner Krankenakte vom Arzt oder Krankenhaus anfordern, empfiehlt die UPD. Denn der Patient selbst müsse beweisen, dass ihm durch fehlerhaftes Verhalten des Mediziners oder der Klinik ein Schaden entstanden ist.

Gutachten des Medizinischen Dienstes

Bevor ein gesetzlich Krankenversicherter den Rechtsweg einschlägt, sollte er sich um eine außergerichtliche Einigung bemühen. Dazu bittet er am besten seine Kasse um ein kostenloses Gutachten des Medizinischen Dienstes (MDK). „Wenn das Gutachten bestätigt, dass der Verdacht auf einen Behandlungsfehler besteht, ist das ein gewichtiges Argument“, erläutert Storf.

Damit könnten sich Patienten erneut an den „Verursacher“ des Behandlungsfehlers wenden - in der Hoffnung auf Entschädigung über die Haftpflichtversicherung von Arzt oder Klinik. Diese lässt sich möglicherweise auch über die Schlichtungsstelle der regional zuständigen Ärztekammer erzielen. Bringen all diese Schritte nichts, ist eine Zivilrechtsklage auf Schmerzensgeld und Schadenersatz der letzte Ausweg.

Behandlungsfehler-Statistik

Wie aus der jetzt in Berlin von der Bundesärztekammer vorgestellten Behandlungsfehler-Statistik hervorgeht, haben sich im Jahr 2012 mehr als 12.200 Patienten an die Gutachterstellen der Ärzteschaft wegen des Verdachts auf Behandlungsfehler gewandt. Bearbeitet wurden 7578 Anträge zu mutmaßlichen Fehlern. Am häufigsten standen die Vorwürfe im Zusammenhang mit Knie- und Hüftgelenkarthrosen sowie Unterarm-, Unterschenkel- und Sprunggelenkfrakturen. (dpa)

Auch interessant
Videos
Bildergalerien Gesundheit
alle Bildergalerien
Mini-Implantate
Anzeige
Das Verfahren gilt als schonend und preiswert.

Kostenloser Infotag „Mehr Lebensqualität durch Implantate!“ am 10.5. bei Dr. Wilms.

Gesundheit von A-Z

Quelle: Onmeda

Selbsttest
Onmeda

Bestimmen Sie Ihr tatsächliches Alter!

Ihr Alter (in Jahren)
Ihr Gewicht (in kg)
Ihre Körpergröße (in cm) Berechnen Sie Ihr biologisches Alter
Selbsttest
Haarausfallsrechner

Berechnen Sie Ihr Haarausfall-Risiko!

Verlieren Sie derzeit mehr Haare als in früheren Jahren bzw. als in Ihrer Jugend?
Kleinanzeigen
FACEBOOK