25.08.2016
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Grillverbot: Herber Schlag für Würstchenliebhaber

Hitdorfer Rheinufer

So sieht es aus am Hitdorfer Rheinufer, wenn die Freunde heißer Würstchen ihre Grills wieder abgebaut haben. An den Hinterlassenschaften finden Ratten Gefallen. Die Anwohner sind sauer. (Bild: Krieger)

RHEIN-WUPPER -

Rund 50 Hitdorfer waren zur jüngsten Sitzung der für sie zuständigen Bezirksvertretung des Leverkusener Rates gekommen, um einem Bürgerantrag Nachdruck zu verleihen. Das Ziel: das Grillen am Rheinufer, seit vielen Jahren ein Ärgernis, endgültig zu verbieten. Auch die Bürgerliste hatte einen entsprechenden Antrag formuliert. Nach mehr als einer dreiviertel Stunde teils hitziger Debatte und einem flammenden Plädoyer von Tankstellenbesitzer Heinz Brinkschulte stimmten CDU, Bürgerliste und FDP für das Verbot, die SPD sprach sich dagegen aus.

Das beschlossene Grillverbot gilt ab sofort. Die Schilder, die bislang auf die Möglichkeit hingewiesen haben, am Hitdorfer Rheinufer ausnahmsweise grillen zu dürfen, sind entfernt worden. Es soll aber keine neuen Schilder geben, die auf das Verbot hinweisen, da Grillen auf öffentlichem Terrain grundsätzlich in der ganzen Stadt nicht erlaubt sei, so Verwaltungssprecher Michael Wilde.

So ist es auch in Burscheid und Leichlingen. Denn offene Feuer sind prinzipiell nirgends erlaubt. „Da wir keinerlei öffentliche Anlagen wie einen See oder Ähnliches haben, so wie in Leverkusen, gibt es für das Grillen keine Regelung“, sagt Pressesprecherin Renate Bergfelder-Weiss.

Partys in Balken

„Nein, Grillen ist in Leichlingen nicht erlaubt“, bestätigt auch die Leichlinger Stadtverwaltung. „Die Verordnungen geben dies nicht her, da offenes Feuer verboten ist. Trotzdem grillen die Menschen an den Wupper-Wiesen,“ sagte Ellen Kempkes auf Anfrage, „was von uns aber regelmäßig kontrolliert wird“. Weil Nachfrage nach Grillgelegenheiten besteht, wird das Stichwort bei der Neugestaltung der Balker Wupperaue im Rahmen der „Regionale 2010“ eine Rolle spielen. Eine öffentlich zugängliche Grillstelle ist beim Bau des Brückerfeldes am Familienspielplatz hinter der Feuerwache angelegt worden. Sie wird von den Anwohnern augenscheinlich aber wenig genutzt.

Ganz im Gegensatz zu Hitdorf, wo an sonnigen Wochenenden bisher derartige Zechgelage abgehalten wurden, dass sich die Nachbarn über Müll, Qualm und Lärm beschwert haben. Heerscharen von Picknickfreunden bevölkern das Gelände und lassen nach Angaben der Anwohner einen Riesenberg an Unrat zurück, der immer wieder Ratten und Ungeziefer anziehe. Damit soll nun endgültig Schluss sein.

Der private Leverkusener Sicherheitsdienst, der sich mit seinen Kontrollen bislang auf andere Orte wie den Oulu- und den Hitdorfer See konzentriert hat, soll nun auch die Besucher des Rheinufers „höflich auf das Verbot hinweisen“, kündigt die Stadt an. (te / poet)


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