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EM-Hauptrunde: Handballerinnen werden Siebte

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Kerstin Wohlbold Foto: AFP
Die deutschen Handballerinnen haben als Siebte ihr bestes Ergebnis bei einer EM seit 2008 erreicht. Ein Sieg zum Abschluss der Hauptrunde gegen Rumänien reichte nicht zum Spiel um Platz fünf, weil Russland mehr Tore geworfen hat.
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Novi Sad/ Köln

Am Ende fehlte nur ein Treffer: Wegen weniger geworfener Tore haben die deutschen Handball-Frauen bei der EM in Serbien trotz eines 25:23 (16:9)-Sieges gegen Rumänien hauchdünn das Spiel um Platz fünf verpasst. Russland verdrängte durch einen 31:25 (13:11)-Sieg am Donnerstagabend in Novi Sad gegen Halbfinalist Ungarn die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) vom dritten Rang der Hauptrundengruppe II. Besonders bitter: Bei Punktgleichheit (je 5) und gleicher Tordifferenz (jeweils +3) entschieden die mehr geworfenen Tore von Russland (130) gegen Deutschland (119).

Dennoch war es für das Team von Bundestrainer Heine Jensen das beste EM-Resultat seit dem vierten Rang 2008. Vor zwei Jahren hatte es nur zum 10. Rang gereicht.

Die zuvor punktgleichen Rumäninnen waren phasenweise ein Spielball der Deutschen, bei denen erneut die Torhüterleistung die Grundlage für den Erfolg war. „Ich bin absolut zufrieden mit dem Sieg, allerdings haben wir eine größere Tordifferenz aus der Hand gegeben. Wir hätten sicherlich mit vier oder fünf Toren Unterschied gewinnen können“, sagte Bundestrainer Heine Jensen. Das hätte für das Spiel um Platz fünf gereicht.

Wie schon zwei Tage zuvor beim 27:20-Paukenschlag gegen den Olympia-Zweiten und EM-Halbfinalisten Montenegro hielt Clara Woltering stark. Schon zur Pause standen zwölf Paraden zu Buche, am Ende waren es 18. Beste Werferin war einmal mehr die überragende Laura Steinbach (8).

Kreisläuferin Anja Althaus lobte das Team: „Auch wenn wir uns am Ende selbst im Weg standen, haben wir das Ding durchgezogen. Wir bleiben ungeschlagen und haben gezeigt, dass wir wieder eine echte Turniermannschaft sind. Ich bin absolut zufrieden, wie wir in der Hauptrunde aufgetreten sind.“

Gegen die Rumäninnen setzten sich die willensstärkeren Deutschen locker über 5:2 und 11:5 zum vorentscheidenden Halbzeitstand von 16:9 ab. Wie schon beim 30:9-Testspielsieg über den gleichen Gegner kurz vor der EM in Hamm - dem höchsten Erfolg einer deutschen Frauen-Nationalmannschaft seit dem 45:12 bei der WM 2007 gegen Paraguay - resignierten die Rumäninnen phasenweise. Die DHB-Auswahl kontrollierte die Partie und führte beim 18:10 erstmals mit acht Treffern. Dann verpasste sie es, das Spiel vorzuentscheiden. Durch zahlreiche Fehlwürfe und technische Unzulänglichkeiten konnte Rumänien noch bis auf zwei Tore Rückstand verkürzen.

Schon vor dem Anpfiff durften die Deutschen jubeln, denn Montenegro gewann mit 27:23 gegen Spanien, sicherte sich den Gruppensieg und entging damit einem Halbfinale gegen Olympiasieger, Welt- und Europameister Norwegen. Zugleich sorgte der Olympia-Zweite dafür, dass die Deutschen weiter im Rennen um das Ticket nach Belgrad waren. In den Halbfinals am Samstag trifft Montenegro auf Gastgeber Serbien, Titelverteidiger Norwegen spielt gegen Ungarn.

Für die starke Hauptrunde gab es Lob von Ex-Männer-Bundestrainer Heiner Brand: „Die Mannschaft zeigt einen klaren Aufwärtstrend, hat mit allen Topnationen mitgehalten. Diese Platzierung, aber auch das gesamte Auftreten der Mannschaft in Serbien ist ein sehr positives Signal für die Zukunft, speziell für Olympia 2016 und die Heim-WM 2017“, sagte der DHB-Sportmanager der Nachrichtenagentur dpa. Und er fügte an: „Die Mannschaft hat eine positive Antwort auf die beiden Auftaktniederlagen gegeben und hat nach zwei schwachen Turnieren in 2010 und 2011 gezeigt, dass in Zukunft mit ihr zu rechnen ist.“ (dpa)

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