Handball
VfL Gummersbach und die Handball-Bundesliga

Vorlesen
0 Kommentare

Gummersbach: Für den VfL wird es eng

Erstellt
Hart bedrängt - VfL-Kreisläufer Michal Kopco. Foto: Philipp Ising
Für den VfL Gummersbach wird die Situation in der Handball-Bundesliga immer bedrohlicher: Im Kellerduell mussten sich die Gummersbacher dem TBV Lemgo geschlagen geben, der damit am VfL vorbeizog.
Drucken per Mail
Lemgo

Für den VfL Gummersbach wird die Situation in der Handball-Bundesliga immer bedrohlicher. Durch die 25:30(10:15)-Niederlage am Samstagabend beim TBV Lemgo wurden die Oberberger noch tiefer in den Abstiegsstrudel gezogen und mussten nunmehr auch die Ostwestfalen in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen.

Eingedenk der düsteren Bilanz von nur einem Sieg aus den vergangenen zehn Punktspielen, angesichts der akuten Personalnot und in Erwartung des nicht gerade leichten Restprogramms für 2012 besteht derzeit relativ wenig Hoffnung auf schnelle Besserung.

"Lemgo hat verdient gewonnen, weil die Mannschaft über 60 Minuten weniger Fehler gemacht und mehr Wechselmöglichkeiten hatte", sagte Kurtagic ernüchtert und fügte hinzu: "Die Situation ist aber einfach so - da hilft kein Heulen und kein Zähneknirschen." Frustriert wirkte auch Geschäftsführer Frank Flatten, als er konstatierte: "Die Mannschaft geht auf dem Zahnfleisch. Wir fahnden weiter unter Hochdruck nach einem neuen Spieler. Es ist allerdings schwierig, jemanden zu finden, der uns sofort helfen kann und in unser Konzept passt." Ein Transfer mit einem unterschriftsreifen Vertrag für einen Skandinavier war in der vergangenen Woche im letzten Moment geplatzt, weil der Spieler die Freigabe seines Vereins nicht bekam.

Dabei hatte die Partie in Lemgo für die ersatzgeschwächten Gummersbacher ohne die Stammspieler Kentin Mahé (Knöchelbruch), Christoph Schindler (Ellbogenverletzung), Vedran Zrnic (Knochenhautentzündung am Schienbein) und Jörg Lützelberger (Schulterprobleme) recht verheißungsvoll begonnen. Vor 3295 Zuschauern in der Lipperlandhalle führte der VfL nach acht Minuten mit 4:0, verlor danach aber den Faden. Nach 14 Minuten hatte Lemgo erstmals ausgeglichen (5:5), bei Halbzeit lagen die Gäste schon mit fünf Toren zurück (10:15).

Angeführt von einem starken Rückraumschützen Adrian Pfahl (am Ende elf Tore), kämpften sich die Blau-Weißen zwar noch einmal auf 16:17 heran (37.), hatten in der Schlussphase aber nichts mehr zuzusetzen.

Tore VfL: Pfahl (11/4), Krause (4), Mladenovic (3), Sprem (3/1), Putics (2), Gaubatz (1), Kopco (1). - Beste Werfer TBV: Hermann (6), Bechtloff (5/1), Kehrmann (5), Strobel (5). - Zuschauer: 3295. - Strafminuten: 10 /8; Disqualifikation: Krause (44./3. Zeitstrafe).

In der Champions League gewann Titelverteidiger THW Kiel am Sonntagabend das Prestige-Duell gegen Atletico Madrid mit 31:27 (15:15). In der Neuauflage des Finals der letzten Saison festigte der deutsche Meister mit zehn Punkten Platz zwei hinter den verlustpunktfreien Ungarn von MKB Veszprem. In der Ostseehalle lagen die Gäste Mitte der zweiten Halbzeit noch mit 25:23 vorn. Angeführt vom überragenden Filip Jicha (13 Tore) und dem guten Torhüter Andreas Palicka, drehte der THW die Partie aber noch.

Unterdessen haben die Füchse Berlin ihre zweite Niederlage kassiert. Die bereits für das Achtelfinale qualifizierten Berliner unterlagen in der Gruppe D bei HC Dinamo Minsk am Ende deutlich mit 24:31 (15:16), bleiben aber mit zehn Punkten Zweiter vor den Weißrussen (9). (ksta, sid)

Auch interessant
Ergebnisse und Tabelle der Handball-Bundesliga
Liveticker
Ein Handball vor dem Abwurf.

Verpassen Sie kein Spiel der HBL-Bundesliga im Liveticker. Zusätzlich gibt es noch Statistiken und die Tabelle.

Videos
FACEBOOK
Kleinanzeigen