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VfL Gummersbach und die Handball-Bundesliga

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Handball-Bundesliga: VfL zwischen Hoffen und Bangen

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VfL-Trainer Emir Kurtagic  Foto: Bongarts/Getty Images
Wie bereits im Vorjahr, kämpft der VfL Gummersbach in der Bundesliga um den Klassenerhalt. dabei wird im Sommer endlich die neue Schwalbe-Arena eröffnet. Am Mittwochabend steht das schwere Auswärtsspiel bei den Löwen an.  Von
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Gummersbach

Die Angst geht um in Gummersbach. Mal wieder. Schon wieder. Oder immer noch. Eine schreckliche Vision sorgt jedenfalls für Beklemmung unter den Handballfans im Oberbergischen: Nach jahrelangem Hoffen, Bangen und Kämpfen wird im Sommer endlich die neue Schwalbe-Arena eröffnet - und der VfL spielt in der Zweiten Liga.

Zugegeben, noch ist es nicht so weit, und wenn man den Verantwortlichen beim ruhmreichen Traditionsklub Glauben schenkt, dann wird es natürlich auch nicht dazu kommen. Vier Punkte trennen das Team von Trainer Emir Kurtagic aktuell von einem Abstiegsplatz, doch dieses Pölsterchen ist angesichts des hammerharten Restprogramms der Gummersbacher alles andere als komfortabel. Und der Blick auf den kommenden Spieltag am Mittwoch nährt nicht unbedingt die Zuversicht unter den Sympathisanten des VfL: Am Abend (20.15 Uhr) bekommt man es in der Mannheimer SAP-Arena mit den Rhein-Neckar Löwen zu tun, also jener Mannschaft, die nach beeindruckender Performance in der bisherigen Saison als derzeitiger Zweiter am ehesten in der Lage scheint, den an der Spitze liegenden Rekordmeister aus Kiel ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Nur Außenseiter gegen Löwen

"Natürlich sind wir nur krasser Außenseiter, aber ganz gleich, wie es am Ende ausgeht, wollen wir uns dort mit einer Leistung präsentieren, die uns Selbstvertrauen für die restlichen Aufgaben gibt", formuliert Kurtagic sehr bescheiden die Zielsetzung. Es folgen dann noch Auswärtsspiele in Flensburg (11. Mai), in Magdeburg (26. Mai) und in Berlin (2. Juni) - allesamt Schauplätze, an denen man in der Vergangenheit so gut wie nie reüssierte - sowie Heimspiele gegen Hannover (28. April), Lemgo (18. Mai) und am letzten Spieltag (8. Juni) gegen den TV Neuhausen. Einen nervenaufreibenden Showdown um alles oder nichts mit dem direkten Konkurrenten aus Schwaben soll es nach dem festen Willen der Gummersbacher aber nicht geben. "Bis dahin wollen wir uns definitiv bereits gerettet haben", sagt Kurtagic, der bei den Löwen auf die Stammspieler Barna Putics (Daumenbruch) und Dennis Krause (Kniebeschwerden) verzichten muss, aber die wieder genesenen Kentin Mahé (Hüftverletzung) und Michal Kopco (Rücken) einsetzen kann.

Auf die möglichst rasche Sicherung des Klassenverbleibs hofft natürlich auch Frank Flatten. Des Managers komplizierter Job war es bislang, sowohl die personellen Dispositionen für die neue Saison zu treffen als auch die Verhandlungen mit potenziellen Marketing-Partnern zu führen, ohne dass die Erstliga-Zugehörigkeit der Mannschaft feststeht. "Das sorgt hier und da für eine gewisse Verunsicherung, so dass wir auf diesem Sektor derzeit nicht mit Volldampf vorausfahren können", räumt der Geschäftsführer ein.

Grundsätzlich sieht er sich und die VfL Handball GmbH aber auf einem guten Weg. Nationaltorhüter Carsten Lichtlein (noch Lemgo), Mark Bult (Rückraum rechts/Berlin) und Andreas Schröder (Rückraum links/Neuhausen) sind bereits für die nächste Spielzeit engagiert, die erst in der WM-Pause verpflichteten Fredrik Larsson (Rückraum Mitte) und Raul Santos (Linksaußen) können noch als Neuzugänge durchgehen, ein Abwehrspezialist soll noch hinzukommen. Auf diese Weise glaubt man die Abgänge von Adrian Pfahl, Kentin Mahé (beide Hamburg), Dennis Krause (Wetzlar) und Aljosa Rezar (Ziel noch unbekannt) kompensieren zu können.

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