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Handball-EM: Handball-Frauen verlieren EM-Auftakt

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Die deutschen Handball-Frauen mussten sich Spanien knapp geschlagen geben. Foto: dpa
Gut gespielt und doch verloren: Die deutschen Handball-Frauen unterliegen im ersten EM-Spiel unglücklich gegen den Olympia-Dritten Spanien und mussten sich mit 20:23 geschlagen geben. Der nächste Gegner ist am Mittwoch Ungarn.
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Novi Sad

Eine schwache Schlussviertelstunde hat die deutschen Handballerinnen zum EM-Einstand einen zum Greifen nahen Sieg gekostet. In der ersten Partie der Vorrundengruppe C unterlag die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Dienstag in Novi Sad dem Olympia-Dritten Spanien mit 20:23 (12:13). Vor rund 800 Zuschauern war Laura Steinbach mit sechs Treffern beste Werferin der deutschen Mannschaft, die eine 18:16-Führung noch aus der Hand gab.

Schon an diesem Mittwoch (20.15 Uhr/Sport1) ist die deutsche Mannschaft im zweiten Spiel der Vorrundengruppe C gegen Ungarn gefordert. Dritter Gegner in der ersten Turnierphase ist am Freitag (20.15 Uhr/Sport1) Kroatien. Die ersten drei Teams qualifizieren sich für die Hauptrunde.

„Wir verlieren den Mut und spielen zu quer. Unsere Abwehrarbeit können wir in das nächste Spiel gegen Ungarn mitnehmen. Da haben wir in vielen Phasen recht ordentlich gedeckt - aber wir müssen im Konter effektiver werden“, sagte Bundestrainer Heine Jensen und fügte an: „Ich bin etwas enttäuscht über die Art, wie wir die letzten 15 Minuten gespielt haben. Davor war es okay gewesen.“

Unbeeindruckt von den jüngsten Hiobsbotschaften startete die deutsche Mannschaft selbstbewusst in die EM. Die kurzfristigen Ausfälle der Leistungsträgerinnen Isabell Klein wegen eines Mittelhandbruchs und Susann Müller wegen einer Knieverletzung hinterließen zu Beginn keine Spuren. Die erst 19 Jahre junge EM-Debütantin Anne Hubinger als einzige verbliebene Linkshänderin auf der Rückraumposition spielte erstaunlich respektlos auf und sorgte gleich mit ihrem ersten Treffer für die 2:1-Führung (6.).

Bundestrainer Jensen verzichtete zunächst auf die nachnominierte Christine Beier. Der Däne hatte am Vorabend lediglich 15 von 16 möglichen Spielerinnen offiziell für das Turnier gemeldet. So ließ er sich die Möglichkeit offen, eine neue Torhüterin nachzuholen, falls sich Katja Schülke oder Clara Woltering verletzen sollten.

Gegen den WM- und Olympia-Dritten Spanien geriet die deutsche Mannschaft mit 2:4 in Rückstand (8.). Doch von dem kleinen Rückschlag erholte sich das Team um Spielführerin Woltering schnell. Im Anschluss an den Ausgleich zum 4:4 (11.) bot die DHB-Auswahl dem Favoriten auf den Gruppensieg ein Duell auf Augenhöhe. Unerwartet abgeklärt reagierte der WM-17. immer wieder auf Rückstände, führte mit 11:10 (26.) und hielt zur Pause einen 12:13-Rückstand.

Insbesondere der Rückraum mit der treffsicheren Laura Steinbach und der couragierten Spielmacherin Kerstin Wohlbold stellte die spanische Abwehr immer wieder vor Probleme. Die durch einen Bänderriss im Sprunggelenk gehandicapte Nadja Nadgornaja verwandelte zu Beginn der zweiten Halbzeit ihren dritten Siebenmeter zum 13:13 (32.).

Im Gegensatz zu früheren Spielen hielten die deutschen Spielerinnen die Konzentration lange Zeit gleichmäßig hoch. Mitte der zweiten 30 Minuten setzte sich Jensens Team auf 18:16 (44.) ab, geriet in Unterzahl aber umgehend mit 18:19 (48.) ins Hintertreffen. Danach verloren beide Teams ihre spielerische Linie. Nur zwei Treffer in den letzten 16 Minuten besiegelten die unnötige deutsche Niederlage. (dpa)

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