Handball
VfL Gummersbach und die Handball-Bundesliga

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Klassenerhalt: Herber Rückschlag für Gummersbach

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Gummersbachs Frederick Larsson (M.) im Angriff. Foto: Philipp Ising
Der abstiegsbedrohte Ex-Rekordmeister VfL Gummersbach hat in der Handball-Bundesliga einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt einstecken müssen. Die Mannschaft verlor gegen TSV Hannover-Burgdorf 29:30.  Von
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Gummersbach

Der VfL Gummersbach hat es im Kampf gegen den Abstieg aus der Handball-Bundesliga verpasst, sportlich einen wichtigen Schritt voran zu machen und sich entscheidend von den Abstiegsrängen abzusetzen. Das Team von Trainer Emir Kurtagic unterlag am Sonntag in der Eugen-Haas-Halle dem Tabellensechsten Hannover-Burgdorf 29:30 und verspielte dabei eine zwischenzeitliche Sechs-Tore-Führung.

Nach den jüngsten Turbulenzen in der VfL Handball GmbH – am Donnerstag hatte es im Rahmen einer Steuerprüfung durch das Gummersbacher Finanzamt eine Razzia mit Untersuchungen der Geschäftsstelle und diverser Wohnungen gegeben (wir berichteten) – erlitten die Gummersbacher somit einen weiteren herben Rückschlag. In einer dramatischen Schlussphase leisteten sich die Gastgeber vor 2019 Zuschauern viele leichtfertige Ballverluste und verspielte so den schon sicher geglaubten Sieg.
Von einer konzentrierten oder gar optimalen Vorbereitung auf die Partie hatte vor dem Hintergrund der Steueraffäre natürlich keine Rede sein können. Das Thema, das die nahe und mittelfristige Zukunft des Vereins maßgeblich beeinflussen dürfte, belastet auch die Spieler, zumal es bei einigen von ihnen am Donnerstag auch Hausdurchsuchungen gegeben hatte.

Umfangreiche Mannschaftsbesprechung

Wie sich das alles in den vergangenen Tagen auf die Atmosphäre beim VfL ausgewirkt hatte, teilte Geschäftsführer Frank Flatten am Wochenende in einem auf der Homepage des Klubs publizierten Interview mit. Darin wurde er so zitiert: „Ich war bei den letzten drei Trainingseinheiten, um als Ansprechpartner für die Jungs da zu sein. Wir hatten (…) eine umfangreiche Mannschaftsbesprechung, in der wir gemeinsam mit unserem Aufsichtsratsvorsitzenden und unserer Anwaltskanzlei der Mannschaft Informationen über den Sachverhalt gegeben haben und wir versucht haben, die Sorgen den einzelnen Spielern zu nehmen.“

Groß ist die Befürchtung bei den VfL-Verantwortlichen, dass dieses Thema auch die kurzfristigen personellen Dispositionen für die nächste Saison und das Marketing der neuen Halle negativ beeinflussen könnte. Dazu Flatten: „Wir sind hier auf einem sehr guten Weg, und ich kann nur hoffen, dass uns in der jetzigen Situation die Sponsoren und Partner weiter ihr Vertrauen aussprechen. Ich will die erfolgreiche Arbeit der letzten Monate hier so schnell wie möglich fortsetzen können. Für die nächste Woche war eigentlich die Bekanntgabe einer weiteren Neuverpflichtung geplant, diese müssen wir natürlich zur Zeit zurückstellen, bis wir für die weitere Entwicklung positive Signale haben.“
Tore VfL: Pfahl (11/3), Mahé (5), Schindler (4), Zrnic (2), Lützelberger (2), Larsson (3), Santos (2). – Beste Werfer Hannover: Lehnhoff (12), Jurdzs (5). – Zuschauer:

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