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VfL Gummersbach und die Handball-Bundesliga

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Mahé im Interview: „Der Punkt kann Gold wert sein“

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Kentin Mahé vom VfL Gummersbach. Foto: Bongarts/Getty Images
Der VfL Gummersbach erkämpfte sich im Abstiegskampf ein Unentschieden gegen den TBV Lemgo. Im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ spricht VfL-Profi Kentin Mahé über den Punktgewinn und die aktuelle Situation bei den Oberbergischen.
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Gummersbach

Herr Mahé, ist dieses Unentschieden als gewonnener oder verlorener Punkt zu bewerten?

KENTIN MAHÉ: Auf jeden Fall als gewonnener. Wer so wenige Punkte auf dem Konto hat wie wir, für den ist jeder, der dazukommt, enorm wichtig. Und im Abstiegskampf kann dieser eine Zähler am Ende Gold wert sein. Wir haben damit  einen Mini-Puffer zwischen uns und Neuhausen gelegt.

Wenn es in den nächsten beiden Spielen bei dem Drei-Punkte-Abstand bleibt, muss man noch nicht mal am letzten Spieltag im Showdown gegen Neuhausen gewinnen…

MAHÉ: Darauf sollten wir jetzt nicht spekulieren. Es kann immer viel passieren. Außerdem müssen wir gegen Neuhausen am letzten Spieltag so oder so gewinnen – es ist unser letztes Spiel in der guten alten Eugen-Haas-Halle – das verliert man nicht, das sind wir unseren Fans schuldig.

Gab es unmittelbar nach dem 25:25 gegen Lemgo Vorwürfe aus der Mannschaft gegen den Kollegen Christoph Schindler, der 16 Sekunden vor Schluss mit seinem leichtfertigen Ballverlust den Sieg buchstäblich aus der Hand gegeben hat?

MAHÉ: Überhaupt nicht. Das kann doch jedem passieren, zum Beispiel mir oder Adi Pfahl zuletzt bei der unglücklichen Niederlage gegen Hannover. Keiner von uns wirft doch absichtlich den Ball weg.

Einen großen Anteil am Punktgewinn hatten diesmal auch die starken Torhüter Aljosa Rezar und Borko Ristovski. Die Schlussmänner waren nicht immer in dieser Saison ein solcher Rückhalt…

MAHÉ: Das kann man wohl sagen. Es tut gut, wenn da hinten jemand steht, der auch mal einen hält. Heute haben uns beide immer wieder im Spiel gehalten. Aber auch in der Abwehr wurde großartig gekämpft.

Mit einer solchen Einstellung müsste auch im nächsten Spiel in Magdeburg oder auch in Berlin was zu holen sein.

MAHÉ: Das sehe ich genauso. Der Abstiegskampf geht erstmal weiter, aber eines steht fest: Wir werden uns in jedem Spiel den Arsch aufreißen.

Das Gespräch führte Christoph Pluschke  

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