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Supercup: Flensburg besiegt THW Kiel

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Flensburgs Holger Glandorf setzt zum Wurf an. Da kann auch der Kieler Rene Toft Hansen (li.) nichts ändern.  Foto: dpa
Die SG Flensburg-Handewitt hat den deutschen Supercup gewonnen und damit für die am kommenden Wochenende beginnende Meisterschaft ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Der Vizemeister setzte sich gegen Rekordmeister THW Kiel durch.
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Bremen

Die SG Flensburg-Handewitt hat zum Auftakt der neuen Handball-Saison für einen Paukenschlag gesorgt. Der Vizemeister besiegte den deutschen Rekord-Champion THW Kiel verdient mit 29:26 (15:12) und holte sich zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte den Supercup. Damit unterstrich das Team von Trainer Ljubomir Vranjes vier Tage vor Beginn der 37. Bundesliga-Spielzeit seine Ansprüche auf die Wachablösung im deutschen Handball.

Überragender Akteur der Flensburger vor 7339 Zuschauern in Bremen war Torhüter Mattias Andersson. Auf dem Feld zeigte sich Rechtsaußen Bogdan Radivojevic mit fünf Toren am treffsichersten. Bei den neu formierten Kielern traf Marko Vujin am besten (6). „Wir müssen vorne unsere Chancen besser verwerten“, sagte THW-Geschäftsführer Klaus Elwardt schon zur Halbzeit bei Sport1: „Mit dem Spiel können wir dennoch zufrieden sein. Wir haben in der Abwehr gut gestanden.“ Das Duell um den Supercup könnte ein Fingerzeig für die kommende Saison gewesen sein. Nachdem Kiel die letzten sechs Titel auf nationaler Ebene (2xMeister, 2xPokalsieger, 2xSupercup-Sieger) allesamt abgeräumt hat, drängt Flensburg mit aller Macht an die Spitze. Die SG hat sich die zweite Meisterschaft nach 2004 als Saisonziel auf die Fahnen geschrieben.

Neue Ära

Die Zebras haben nach dem Abgang von vier Leistungsträgern eine neue Ära eingeläutet. Bereits vor dem prestigeträchtigen Nordderby hatten die Flensburger Selbstvertrauen demonstriert. „Diesen Titel werden wir sicherlich nicht kampflos abgeben - das kann sich Kiel hinter die Ohren schreiben“, sagte Nationalspieler Steffen Weinhold kämpferisch. Genau so selbstbewusst wie angekündigt traten die Flensburger in Bremen über weite Strecken auch auf. Bereits zur Halbzeit lag die SG mit drei Treffern in Front und hatte auch in der zweiten Hälfte stets die passende Antwort parat. Kiel, das in der zweiten Halbzeit für zehn Sekunden sogar nur mit zwei Spielern auf dem Feld stand, haderte unterdessen immer wieder mit der Schiedsrichterleistung. Doch beim THW machten sich vor allem die vielen Umstellungen im Vergleich zur Vorsaison bemerkbar. Nach dem im Sommer erfolgten Umbruch sind beim THW gerade einmal sechs Spieler übriggeblieben von der Mannschaft, mit der Trainer Alfred Gislason noch vor einem Jahr das Triple und die perfekte Meisterschaft mit 68:0 Punkten gefeiert hatte.

Mit dem langjährigen Kapitän Marcus Ahlm, Welthandballer Daniel Narcisse, Torwart-Gigant Thierry Omeyer und Vize-Europameister Momir Ilic sind im Sommer gleich vier Leistungsträger von Bord gegangen, die durch die Verpflichtungen von Keeper Johan Sjöstrand, Rückraumspieler Wael Jallouz und Spielmacher Rasmus Lauge Schmidt weit weniger prominent ersetzt wurden. „Sicherlich wird es bei uns auch mal Leistungsschwankungen geben, aber ich hoffe, dass die Zuschauer das akzeptieren“, sagte Gislason. (sid)

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