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Weltmeisterschaft 2019: DHB zieht Bewerbung zurück

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Die deutsche Nationalmannschaft muss wohl auf eine Heim-WM 2019 verzichten.  Foto: dpa
Die deutschen Handball-Fans werden auf eine Weltmeisterschaft 2019 verzichten müssen. Der Präsiden des Deutschen Handball-Bundes, Ulrich Strombach, hat die Bewerbung um die Austragung der Endrunde 2019 annuliert.
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Hamburg

Eklat im deutschen Handball: Die Spitze des Deutschen Handball-Bundes (DHB) um Präsident Ulrich Strombach hat die Bewerbung um die Austragung der WM 2019 annuliert. „Wir haben einstimmig beschlossen, dass wir der IHF schriftlich mitteilen, dass die bei ihr eingegangene Absichtserklärung nicht autorisiert und damit nicht wirksam ist, weil sie nicht vom DHB-Präsidium getroffen wurde“, sagte Strombach der Handballwoche: „Es wurde so getan, als habe sich der DHB um die Männer-Weltmeisterschaft 2019 beworben, dem ist aber nicht so, das muss klargestellt werden.“

Am vergangenen Dienstag war eine entsprechende Erklärung auf Wunsch des künftigen Präsidiums um Bernhard Bauer und Bob Hanning beim Weltverband abgegeben worden. Darüber hatte der DHB auf seiner Internetseite informiert. Die Neuwahlen des Präsidiums stehen gut drei Wochen nach Ablauf der WM-Bewerbunsgfrist (2. September) beim DHB-Bundestag an. Bauer gilt als designierter DHB-Präsident, Hanning als sein Vize. „Kein dafür befugtes Gremium hat diese Entscheidung getroffen. Es war kein Auftrag dafür vergeben worden“, sagte Strombach nun. Niemand vom amtierenden Präsidium habe davon gewusst, dass eine Absichtserklärung an die Internationale Handball-Föderation (IHF) versandt wurde.

Das entsprechende Schreiben sei von einem „nicht befugten und damit in diesem Fall nicht kompetenten Mitarbeiter des DHB“ versandt worden. Der Verbandsboss verwies darauf, dass der DHB mit der Austragung der Frauen-WM 2017 genug zu tun hätte. „Sich für ein solches Großereignis wie eine Männer-WM zu bewerben, das nur 13 Monate später stattfindet, zeugt nicht von einer Reflektion der Gesamtumstände eines ehrenamtlich geführten Verbandes“, sagte Strombach nach einer Präsidiumssitzung am Wochenende.

Der 69 Jahre alte Jurist stellte aber auch klar, dem künftigen DHB-Präsidium die Chance offen zu halten, sich für die WM 2019 zu bewerben. „Es wäre nicht das erste Mal, dass es möglich wäre, sich auch nach dem Ende einer ursprünglichen Frist noch für ein Turnier zu bewerben. Ich denke, da wird sich gemeinsam mit der IHF ein Weg finden lassen.“ (sid)

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