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Weltmeisterschaft: DHB-Team auf Achtelfinal-Kurs

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Patrick Wiencek gehörte zu den besten Werfern im Spiel gegen Argentinien. Foto: Bongarts/Getty Images
Durch einen 31:27-Sieg gegen Argentinien haben Deutschlands Handballer alle Chancen auf einen Einzug ins Achtelfinale bei der Weltmeisterschaft in Spanien gewahrt. Beste Werfer beim wichtigen Sieg waren Adrian Pfahl und Patrick Wiencek.
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Granollers

Jubel im deutschen Handball-Lager: Mit dem dringend benötigten Pflichtsieg hat sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) bei der WM in Spanien beste Chancen auf das Achtelfinale geschaffen. Zwei Tage nach der ärgerlichen 23:25-Niederlage gegen Tunesien zitterte sich der EM-Siebte am Dienstag in Granollers zum 31:27 (17:13) gegen Argentinien und feierte den zweiten Erfolg in der Vorrundengruppe A.

Vor rund 4200 Zuschauern präsentierte sich das Team von Bundestrainer Martin Heuberger zwar mit starkem Willen und trat couragiert auf, bekam am Ende beim 28:26 (57.) aber noch einmal das Nervenflattern. Beste Torschütze waren Patrick Wiencek und Adrian Pfahl (je 5). Mit einem weiteren Sieg an diesem Mittwoch (18.30 Uhr/ZDF) gegen Montenegro kann sich die deutsche Mannschaft den angestrebten Platz im Achtelfinale bereits vorzeitig sichern. Letzter Vorrundengegner ist dann am Freitag in Barcelona Titelverteidiger Frankreich.

Als Grundübel der bisherigen Auftritte und insbesondere bei der Niederlage gegen Tunesien hatte der Bundestrainer die schwache Chancenverwertung ausgemacht. Zu zaghaft würden die Spieler beim Torwurf agieren. „Da müssen wir konsequenter werden“, forderte er.

Angesichts von nur 58 Prozent Trefferquote in den ersten beiden Partien verhängte er für das Spiel gegen Argentinien kurzerhand ein Trickwurf-Verbot. „Wenn der Dreher ein Tor ist, ist das die einzige Entschuldigung“, stellte er klar und fügte an: „Wir müssen mehr Durchschlagskraft aus dem Rückraum entwickeln.“

Den Spielern war der Schwachpunkt Wurfausbeute bewusst. „Die war wieder nicht optimal“, bestätigte Spielmacher Michael Haaß. Mit dem offensichtlichen Willen, den Mangel abzustellen, ging das deutsche Team in die Partie gegen den Panamerika-Meister. Wie gefordert hielten sich alle an das Dreher-Verbot selbst von den Außenpositionen.

Als Dominik Klein in der 11. Minute gleich zwei Konter hintereinander ins argentinische Tor wuchtete, führte die DHB-Auswahl durch eine fast makellose Wurfausbeute mit 7:5 und erstmals mit zwei Treffern. Patrick Groetzki traute sich in der 23. Minuten als erster einen Trickwurf und traf mit einem Heber zum 13:10. Anschließend ließ sich Argentiniens deutschstämmiger Torhüter Schulz auswechseln, weil er bis auf einen Siebenmeter von Sven-Sören Christophersen keinen Ball gehalten hatte.

Das DHB-Team steigerte sich vornehmlich in der Abwehr und ging mit 17:13 in die Pause. Bis dahin waren 70 Prozent aller Würfe im argentinischen Tor gelandet. „13 Gegentore, wir wollen nicht mehr als 25 kriegen. Es sind ein paar Bälle dabei, die kommen sehr unglücklich in die Torwartecke. Das müssen wir besser machen“, sagte Abwehrchef Oliver Roggisch zur Pause und sorgte nach Wiederanpfiff für das 18:13 (31.). Anschließend versuchten die Südamerikaner mit einer offensiven Abwehr, das deutsche Spiel aus dem Rhythmus zu bringen. Doch das DHB-Team ließ sich den Erfolg nicht mehr aus der Hand nehmen. (dpa)

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