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Gemeindeverband: Strotkötter neuer CDU-Chef

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Seit 40 Jahren ist Karl Heinz Lehmert (Mitte) der CDU treu, seit 30 Jahren Rainer Jansen (Zweiter von rechts). Im Hintergrund der neue Vorsitzende René Strotkötter (Zweiter von links)  Foto: Gudrun Klinkhammer
René Strotkötter ist neuer Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Hellenthal. Er erhielt 100 Prozent der Stimmen. Er folgt auf Fritz Poensgen, der vor vier Jahren eine schwierige Aufgabe übernommen hatte.  Von 
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Hellenthal-Wollenberg

René Strotkötter wurde am Freitagabend mit 100 Prozent aller Stimmen zum neuen Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Hellenthal gewählt. Anwesend waren 26 Stimmberechtigte. Damit löst der 36-jährige Wahl-Rescheider Fritz Poensgen ab, der in den vergangenen vier Jahren das Amt des Vorsitzenden bekleidet hatte.

Pensionär Poensgen erinnerte in seiner Ansprache an die Beweggründe, die ihn vor vier Jahren dazu veranlasst hatten, sich zur Wahl zu stellen: „Damals befand sich der Gemeindeverband aufgrund interner Schwierigkeiten in sehr unruhigem Fahrwasser.“ Mit Hilfe aller Parteikollegen sei es ihm gelungen, das Schiff wieder in ruhigere Gefilde zu führen. Pönsgen: „Weiter ist es uns gelungen, sechs neue, junge Kandidaten für die nächste Kommunalwahl aufzubauen.“

Ziel sei es nun, die absolute Mehrheit für die CDU in Hellenthal zurückzuholen, so Poensgen. Für praktische Arbeiten, so der scheidende Vorsitzende, stehe er gerne weiter zur Verfügung.

Ein regelrechter Ruck ging durch die Reihen, als René Strotkötter, Diplom-Kaufmann und Verwaltungswirt, das Mikrofon in die Hand nahm. Strotkötter, verheirateter Vater einer Tochter, wuchs in Keldenich auf. Seit 13 Jahren gehört er der CDU an. Zunächst war er sechs Jahre als Lokalpolitiker in Kall aktiv, seit sieben Jahren nun in Hellenthal. Er sagte: „Der größte Feind der CDU ist die CDU, wir sollten nach außen hin nur mit einer Stimme sprechen.“

Selbstbewusst verkündete er weiter: „Der CDU-Gemeindeverband Hellenthal zählt 144 Mitglieder bei 8140 Einwohnern, wir stehen gut da.“ Die anderen Parteien in der Gemeinde könnten eine solche Mitgliederzahl wahrscheinlich zusammen nicht aufbringen. Die Situation und auch den parteilosen Bürgermeister Rudolf Westerburg kritisierte Strotkötter scharf: „Die derzeitige Politik in Hellenthal kann nicht zum Wohle des Bürgers sein.“ Eine Haushaltskonsolidierung finde nicht statt, stattdessen würden die Hebesätze angehoben. Strotkötter: „Aber der Bürgermeister erlaubt sich einen eigenen Pressesprecher.“

Grundschulstandorte sichern

Auch die Schulproblematik sprach er an und vertrat dabei eine deutliche Meinung. Da Hellenthal eine Flächengemeinde sei, könnten Schüler weiterführender Schulen durchaus auch bis Schleiden fahren. Allerdings gelte es, die Grundschulstandorte Reifferscheid und Udenbreth zu sichern. Strotkötter: „Kurze Beine, kurze Wege. Man kann keinem Grundschüler aus Kehr abverlangen, jeden Tag bis in den Kernort Hellenthal fahren zu müssen.“ Auch CDU-Fraktionschef Paul Peters griff den Bürgermeister an. Es habe den Anschein, etwa beim Haushalt, als ob Rudolf Westerburg eng mit der SPD zusammenarbeite. Auch er kritisierte die Schaffung eines Pressesprecher-Postens.

Die beiden Versammlungsgäste Detlef Seif, Mitglied des Bundestages und Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes, sowie Sabine Verheyen, CDU-Mitglied des Europaparlaments, kamen während der Sitzung auf die Europapolitik zu sprechen. Beide plädierten für einen gemeinsamen europäischen Weg. Verheyen mahnte allerdings an: „Wir brauchen ein vereintes Europa, aber wenn wir ein Europa bauen, das der Bürger nicht versteht, dann verlieren wir an Akzeptanz.“ Und genau das sei in den letzten Jahren geschehen.

Die übrigen Vorstandsposten wurden wie folgt besetzt: Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Katharina Koenn und Frank Weimbs (in Abwesenheit) gewählt. Theo Hergarten bleibt Schatzmeister des CDU-Gemeindeverbandes, Guiseppe Uccello übernahm das Amt des Schriftführers. Die Beisitzer-Riege bilden Albert Breuer, Helmut Conrads, Ulrich Hoffmann, Armin Holzem, Horst Jansen, Heinz-Willi Junker, Frank Pütz, Hans-Josef Schmahl, Helmut Schmitz, Markus Schmitz, Barbara Wand und Theo Wienhauer.

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