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Mitgliedersuche: Feuerwehr hat zu wenig Personal

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Die Feuerwehr, hier bei einem Unfall vor einigen Wochen im Höhengebiet hinter Udenbreth im Einsatz, muss in der Gemeinde Hellenthal massiv um neue Mitglieder werben.  Foto: Gudrun Klinkhammer
Die Personaldecke bei der Hellenthaler Wehr ist zu dünn, das geht aus dem Brandschutzbedarfsplan hervor. Vorgaben können von den Blauröcken nur unzureichend eingehalten werden. Es werden neue Mitglieder gesucht.  Von 
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Der Personalbestand der Hellenthaler Feuerwehr muss dringend verbessert werden. Dies geht aus dem Brandschutzbedarfsplan hervor, den Wehrleiter Ulrich Berners jetzt dem Haupt- und Finanzausschuss präsentierte. 203 Feuerwehrleute, so Berners, können derzeit im Hellenthaler Gemeindegebiet eingesetzt werden. Es sei allerdings erforderlich, diese Zahl auf mindestens 258 Wehrleute zu erhöhen.

Die Zieldefinition für die Feuerwehr lautet, innerhalb von acht Minuten die jeweilige Unglücksstelle zu erreichen. Diese Vorgabe kann in Hellenthal jedoch nur zu 20 Prozent erreicht werden, 80 Prozent wären wünschenswert. Die Erfüllung dieser Zielvorgaben überwacht die zuständige Aufsichtsbehörde.

Schrumpfende Bevölkerung

Zur schwindenden Bevölkerungszahl, speziell in den Höhenlagen, kommt erschwerend hinzu, dass viele Hellenthaler wochentags ihre Heimatkommune verlassen müssen, um in anderen Städten und Gemeinden ihrer Arbeit nachzugehen. Neben der zu dünnen Personaldecke sorgt die sehr große Gemeindefläche für Probleme. Hellenthal besitzt über 72 Quadratkilometer Wald, von Blumenthal bis Kehr muss eine Strecke von rund 35 Kilometern zurückgelegt werden, um die Kommune einmal zu durchkreuzen.

Dem Wehrführer Ulrich Berners und seinen beiden Stellvertretern Daniel Pützer und Frank Niebes sind insgesamt acht Löschgruppen unterstellt.

Um die Situation zu verbessern und den Anforderungen anzupassen, sollen nun verschiedene Maßnahmen ergriffen werden. Regelmäßige Werbemaßnahmen sollen für Neuzugänge sorgen, ebenso werden zukünftig bei öffentlichen
Veranstaltungen gezielt Männer und Frauen angesprochen, um diese für die ehrenamtliche Tätigkeit zu gewinnen.

Viele Mitglieder der Feuerwehr arbeiten aber auch im Gemeindegebiet selber, können jedoch von ihrer Arbeitsstelle aus in der erforderlichen Zeitspanne das Feuerwehrgerätehaus ihrer jeweiligen Löschgruppe nicht erreichen. Diese Personen sollen nun eine weitere Garnitur persönlicher Schutzausrüstung erhalten, um im Notfall in der Löschgruppe eingesetzt werden zu können, die dem Arbeitsplatz am nächsten liegt.

Auch Einpendler, die in Feuerwehren in anderen Kommunen tätig sind, könnten während ihrer Arbeitszeit eingebunden werden. Es soll zudem abgeklopft werden, ob Mitarbeiter des Bauhofs, der in der Nähe des Feuerwehrgerätehauses Rescheid angesiedelt ist, eventuell Feuerwehrdienste übernehmen.

Werbung bei Arbeitgebern

Letztendlich soll speziell bei den großen Arbeitgebern in der Tallage von Hellenthal für den Feuerwehrdienst geworben werden. Berners: „Arbeitgeber müssen überzeugt werden, dass die Feuerwehr nicht nur einen wichtigen Dienst für die Gemeinschaft, sondern auch für den jeweiligen Arbeitgeber sein kann. Denn auch dieser könnte einmal auf die Wehrleute angewiesen sein.“

Materialanschaffungen stehen für das laufende Jahr einige auf dem Plan. So schlägt der neu einzurichtende Digitalfunk mit 70.000 Euro zu Buche, neue Tore an Gerätehäusern mit 6000 Euro und die Ausstattung für einen Schulungsraum mit 7500 Euro.
Insgesamt sollen in diesem Jahr rund 114.700 Euro in die öffentliche Sicherheit investiert werden. Der Haupt- und Finanzausschuss genehmigte den Brandschutzbedarfsplan mehrheitlich.

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