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Baubetriebshof: Mehr als eine Million Euro Mehrkosten

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Der Baubetriebshof an der Oberen Siegstraße  Foto: Ralf Rohrmoser von Glasow
Nach der Ausschreibung ergaben sich erhebliche Steigerungen der Kosten für den neuen Baubetriebshof in Hennef. Somit wird der bisherige Rahmen gesprengt. Der bisherige Baubetriebshof an der Oberen Siegstraße wird geräumt.  Von
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Der Neubau des städtischen Baubetriebshofes wird um 1,3 Millionen Euro teurer als ursprünglich angenommen. Am heutigen Donnerstagmorgen tagt der Vergabeausschuss, um über die Vergabe der Hoch- und Tiefbauarbeiten zu entscheiden. In Kürze soll mit der Errichtung auf dem früheren Gelände der Firma „Pflanzen Breuer“ an der Löhestraße im Gewerbegebiet Hennef-West begonnen werden. Der bisherige Baubetriebshof an der Oberen Siegstraße wird geräumt. Die Firma Aldi hat das Grundstück gekauft, ab Ende 2013 wird dort ein neuer Markt entstehen.

Eigentlich war der Baubeginn für 2012 vorgesehen, allerdings verzögerte sich die Genehmigung für den Bau der zwei Salzsilos durch die Untere Wasserbehörde. Denn das neue Areal liegt in der Wasserschutzzone und mit der 2014 gültigen Wasserschutzordnung ergab sich Regelungsbedarf. Das ist erledigt, die Genehmigung in Aussicht gestellt. Es gibt also einen gewissen Zeitdruck, Aldi räumt zwar eine Verlängerung der Räumungsfrist bis zum Ende des Jahres ein. Dann aber könnte es wegen Schadenersatzforderungen teuer werden.

Ursprünglich war vorgesehen, dass der Erlös aus dem Verkauf der Fläche die Baukosten für die städtische Einrichtung zum großen Teil deckt. Drei Millionen Euro stehen zur Verfügung. Nach ersten Schätzungen sollte der Komplex 3,5 Millionen Euro verschlingen, in den Haushalten 2012 und 2013 war diese Gesamtsumme aufgeführt. Das Grundstück an der Löhestraße ist im städtischen Besitz, es geht also nur um die Baukosten.
Doch da haben sich nach der Ausschreibung im zweiten Halbjahr erhebliche Steigerungen ergeben. Allein der Hoch- und Tiefbau wird inklusive Planungsleistungen 3,5 Millionen Euro verbrauchen, dazu kommen eine Million Euro für die technische Gebäudeausstattung und 300 000 Euro für die Salzsilos. Das sprengt den bislang abgesteckten Rahmen. Die entstandene Deckungslücke soll jetzt durch Verschiebungen aus anderen Haushaltsposten und durch die teilweise Rückzahlung eines Trägerdarlehens der Stadtbetriebe an die Stadt ausgeglichen werden.

Nach dem bisherigen Stand wären die finanziellen Mittel also vorhanden. Eine weitere Verschuldung würde die Stadt in die Haushaltssicherung treiben, bei einem gerade genehmigten Etat alles andere als erwünscht.
Notwendig geworden ist der neue Baubetriebshof, weil der alte, 1984 eröffnete Hof in Größe und Ausrichtung den Anforderungen und gewachsenen Aufgaben nicht mehr entspricht. Er war für 30 Mitarbeiter und 30 000 Einwohner konzipiert. Heute leben 46 000 Einwohner in Hennef, 55 Mitarbeiter sind in den sanierungsbedürftigen Einrichtungen und Gebäuden auf 6500 Quadratmetern beschäftigt. Am neuen Standort gibt es 12 000 Quadratmeter Platz, für neue Werkstätten, die entweder zu klein sind oder fehlen, für die Lagerung von Hochwasserschutzelementen, Fahrzeugen, Straßenbeleuchtung, Schüttgutboxen und die Trockensalzhochsilos. Außerdem finden die 30 Weihnachtsmarktbuden eine geschützte Heimat. Angebunden wird der Baubetriebshof über den bereits vorhandenen Kreisverkehr an der Löhestraße. Darüber läuft im Übrigen auch der Baustellenverkehr.

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