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Kriminalbiologe Mark Benecke: Rätseln über den „Busenmord“

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Mark Benecke Foto: Peter Freitag
Der Tod und seine unterhaltsamen oder zumindest interessanten Seiten, das waren die Themen des Kriminalbiologen Mark Benecke in Hennef. Benecke versuchte mit einer Versuchsreihe, dem Phänomen "Busenmord" auf die Spur zu kommen.  Von
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Worum es an diesem Abend gehen sollte, wurde den Besuchern im ausverkauften Hennefer Gymnasium gleich zu Beginn des Programms klar: "Ihr alle werdet sterben - traurig aber wahr. Die Zeichen sind eindeutig, haltet Euch bereit", sang auf der Leinwand eine freundliche Comic-Figur zur Einstimmung auf den rund dreistündigen Abend. Der Tod und seine unterhaltsamen oder zumindest interessanten Seiten, das sind die Themen des Kriminalbiologen Mark Benecke. Der Liebling der Medien und des Publikums gastierte mit seinem Infotainment-Abend bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres vor ausverkauften Haus.

Mit der Neugier eines Kindes

Ausgesprochen launig und unterhaltsam führte der "Herr der Maden" in den Abend ein. Um seine Arbeitsmethode zu darzustellen, führte er einen Fall an, der in den Boulevard-Medien vor einiger Zeit für Schlagzeilen gesorgt hatte: Ein Mann hatte berichtet, dass seine Frau versucht habe, ihn mit ihren Brüsten zu ersticken.

"Wenn es gilt, einen Fall zu untersuchen, verlasse ich mich nicht auf den gesunden Menschenverstand", erklärte Benecke. Schließlich sei ein Mord oder ein versuchter Mord etwas, das man mit gesundem Menschenverstand nicht erfassen könne. "Ich nähere mich einem solchen Fall mit der Neugier eines Kindes", so Benecke.

Also versuchte er, mit einer naturwissenschaftlichen Versuchsreihe dem Phänomen "Busenmord" auf die Spur zu kommen. Man nehme eine Versuchsanordnung, bei der eine Variable - in diesem Fall die Körbchengröße der potenziellen Täterin - verändert wird, und überprüfe, wann es tatsächlich zur Erstickung kommen könne. Beneckes Fazit: Jemanden mit Brüsten zu ersticken ist grundsätzlich möglich - was seine Grundhaltung bestätigt, dem gesunden Menschenverstand zu misstrauen.

Den eigentlichen thematischen Schwerpunkt des Vortrags konnte sich das Publikum dann aus einer Anzahl von Themenvorschlägen selbst aussuchen. Eine Mehrheit entschied sich für "Mord im Museum", ein Thema, auf das Benecke eher zufällig bei einem Besuch des Kölner Wallraf-Richartz-Museums gestoßen war. Viele der mittelalterlichen Gemälde seiner Sammlung, darunter viele Darstellungen des gekreuzigten Christus, zeigen Menschen, die gewaltsam zu Tode gekommen waren.

Mord im Museum

Hier war der prominente Kriminalbiologe ganz in seinem Element. Er erläuterte unter anderem, warum die Wundmale in den Händen der Gekreuzigten eigentlich nicht kreisrund sein können, warum die Blicke der Toten immer ins Unendliche gerichtet zu sein scheinen und wie mitfühlende Angehörige versuchten, das Leiden der Gekreuzigten durch gezielte Verletzungen zu verkürzen. All das ist nichts für schwache Nerven, zumal Benecke zur Erläuterung immer wieder Fotos Verstorbener einblendete.

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