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Hin und Weg: Bozen: Wandern, Klettern, Radfahren in Südtirol

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Mountainbiking erst ab Mai! Sonst liegt nämlich noch Schnee auf den Bergen. Das rät Laetitia Pretel, die ein Auslandssemester in Bozen, Südtirol, macht.  Foto: Privat
Zum Studium ist Laetitia Pretel (23) nach Südtirol gekommen. Vor allem die Natur hat es der Kölner Studentin angetan. Doch auch die Gassen der Kleinstadt Bozen sind sehr gemütlich. Noch bis Juli bleibt die 23-Jährige in Südtirol.
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Auf unserer Wanderung zu den Erdpyramiden in Ritten haben wir uns total verlaufen – und standen plötzlich in Sommerklamotten im Schnee. Seit Februar studiere ich in Bozen. Ein Grund, warum ich mich für Südtirol entschieden habe, war die Nähe zur Natur und die vielen möglichen Outdoor-Aktivitäten.

In der Gegend um Bozen kann man wunderbar wandern, klettern und Fahrrad fahren. Man muss aber auf das Wetter achten. Mit dem Mountainbiking sollte man bis Mai oder Juni warten. Vorher liegt nämlich überall auf den Bergen noch Schnee und dann muss man das Rad den Berg raufschieben. Das Canyoning und Rafting im Ahrntal waren eines der tollsten Dinge, die ich jemals erlebt habe. Und Paragliding am Hirzer kann ich auch allen empfehlen – die keine Höhenangst haben.

Sport im Freien mache ich hier meist nachmittags oder am Wochenende. Morgens stehen Kurse an der Uni Brixen auf dem Programm. An meiner Heimatuni in Köln studiere ich im vierten Semester Erziehungswissenschaften, hier in Südtirol bin ich für das Fach Sozialpädagogik eingeschrieben. Meine Kurse habe ich aber – frei nach Interesse – aus den Bereichen Bildungswissenschaften, Sozialpädagogik, Soziale Arbeit und Kommunikationswissenschaften ausgewählt. Mit dem Auslandssemester wollte ich meinen Horizont erweitern, meine persönlichen Grenzen austesten und mal raus aus dem Alltag in Köln.

Bozen ist sehr viel kleiner als Köln, aber es gefällt mir hier sehr gut, weil die Atmosphäre persönlicher und gemütlicher ist. Das Leben findet häufig auf der Straße statt und in den kleinen Gassen gibt es viele schöne Cafés und Restaurants, die zum Verweilen einladen. Blöd ist nur, dass hier alles etwas teurer ist, vor allem Ausgehen und Lebensmittel. Die Italiener sind offener und direkter als die Deutschen. Und freundlich. Aber manchmal muss man geduldig mit ihnen sein – der Postbeamte holt sich auch gerne mal einen Kaffee zwischendurch, obwohl die Warteschlange lang ist.

Im Kontakt mit den Einheimischen komme ich mit meinen Italienischkenntnissen gut zurecht. Viele Südtiroler sprechen auch gut Deutsch. Überhaupt ist diese Mischung von österreichisch-deutscher und italienischer Kultur extrem spannend. Sehr empfehlen kann ich das tolle kulturelle Angebot in Bozen, vor allem das Ballett.

Unbedingt machen: abends im Sommer in einer der Bars draußen sitzen, gemütlich Hugo schlürfen und das italienische Flair genießen; Canyoning, Rafting und Paragliding; Pizza essen im Römerkeller

Unbedingt lassen: im März schon Mountainbiking versuchen - da liegt überall noch Schnee

Aufgezeichnet von Angela Sommersberg

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