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Hin und Weg: Malaysia: Lernen bei tropischen Temperaturen

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Semesterferien in Indonesien: Felix Pliester (Mitte) bereist das Land - und trifft viele Einheimische. Foto: Privat
Neben der Uni sitzen internationale Firmen wie BMW und Dell. Aber in der Sprache der Einheimischen gibt's keine Grammatik: Felix Pliester aus Köln studiert in Malaysia. In einem Land der Gegensätze.  Von
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Wenn es morgens um 7 Uhr schon 27°C ist, weiß man, dass man in den Tropen angekommen ist. Ich heiße Felix, bin 22 Jahre alt und studiere im „Silicon Valley of Asia“ eine Stunde entfernt von Kuala Lumpur, Malaysia. In Deutschland mache in ein duales Studium an der Europäischen Fachhochschule in Brühl. Mein Kooperationsunternehmen für den praktischen Teil ist die gicom GmbH in Overath. Das fünfte Semester sollte ins Ausland gehen. Meine Wahl fiel auf Malaysia, eine der Panther-Nationen in Südost-Asien. Panther-Nation? So heißen die Staaten, denen man prophezeit in den kommenden Jahren den Sprung zum Industrieland geschafft zu haben. Mein Studienstandort Cyberjaya ist das Paradebeispiel für einen solchen Wandel.

Erst 1999 gegründet, findet man neben Universitäten auch internationale Firmen wie BMW, DHL, IBM und Dell. Ein Katzensprung weiter ist die Internationale Formel 1 Rennstrecke von Sepang, wo jährlich der Grand Prix von Malaysia ausgetragen wird (Vettel hat’s dieses Jahr gemacht!). Nicht nur die wirtschaftlichen Entwicklung fasziniert mich in Malaysia, sondern auch die kulturelle Vielfalt. Neben den ursprünglichen Malaien leben hier zu einem großen Teil Inder und Chinesen jeglicher Glaubensrichtung seit Jahrzehnten friedlich miteinander.

Hier wird der König gewählt

Allein an meiner Universität sind aktuell mehr als 130 Nationen vertreten. So kann es sein, dass in relativ kurzer Zeit die Hindus Thaipusam feiern, gefolgt vom chinesischen Neujahr, persischen Neujahr, Ostern, Ramadan und dem Geburtstag des Sultans. Apropos Sultan: Malaysia ist das einzige Land der Welt, wo der König alle fünf Jahre neu gewählt wird. 

Englisch ist Amts- und Verkehrssprache, so ist die Verständigung kein Problem. Ansonsten spricht die Mehrheit Bahasa Melayu - die wesentlichen Floskeln hat man aber schnell verstanden. Denn es fehlt jegliche Grammatik; Verben konjugieren oder verschiedene Zeiten lernen muss man nicht.

Der unterschiedliche Lebensstil spiegelt sich auch im Leben und Wohnen wieder. In Köln lebe ich in einer Zwei-Zimmer-Studentenbude. Dagegen teile ich mir hier ein Apartment mit drei Iranern.Das ist die gängigste Wohnform in den Ballungsgebieten hier. Gestaltet sind sie als sehr offene gehaltene Wohnblocks mit Innenhof, wo auf meist dreißig Stockwerken hunderte Wohnungen untergebracht sind. Ansonsten unterscheidet sich mein Domizil nicht von der guten deutschen WG.

Exotische Zutaten auf dem Teller

Während in Köln Brot, Wurst, Kartoffeln und Nudeln den Speiseplan beherrschen, ist es hier eindeutig Reis in allen erdenklichen Zubereitungsarten. Alternativ gibt es Roti, eine Art indisches Brot mit diversen Saucen, Hühnchen, Fisch und Gemüse. Beide Küchen haben ihre Vorzüge. Während man in Deutschland eindeutig mehr Fleisch auf den Teller findet, kommen hier exotische Zutaten zum Einsatz, die jedes neues Gericht spannend machen.

In diesem Sinne - Malaysia Adalah Sebuah Negara Yang Menarik: Malaysia ist ein interessantes Land!

Unbedingt machen: noch warmes Roti Cheese Naan im Mammak Store essen; Teeplantage besuchen; auf's Dach von einem Wolkenkratzer in KL klettern

Unbedingt lassen: jeden Abend ein Feierabendbierchen erwarten (Malaysia ist ein überwiegend muslimisches Land); unkommunikativ sein; diebischen Äffchen vor Tempeln vertrauen

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