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Mauerwerk soll 100 Jahre halten

Von MARKUS CLEMENS, 26.08.03, 07:15h

Mit 20000 Euro beteiligt sich der Elsdorfer Geschichtsverein an den Kosten.

Mit 20 000 Euro beteiligt sich der Elsdorfer Geschichtsverein an den Kosten.

Elsdorf-Niederembt - Burg Reuschenberg und der Arnoldushof sind bereits verschwunden, die Sittarder Höfe in Berrendorf werden wohl Ende des Jahrzehntes folgen. Umso sensibler reagieren viele Geschichtsbewusste in Elsdorf, wenn es um den Fortbestand der Niederembter Windmühle geht. „Durch den Tagebau Hambach verschwinden hier so viele historische Gebäude, da ist es wichtig, die wenigen zu erhalten, die noch da sind“, betont Manfred Junggeburth, der Vorsitzende des Elsdorfer Geschichtsvereins.

Ein Sturm vor über zwei Jahren hat die Mühle arg beschädigt. Lediglich einer der Flügel ist unversehrt geblieben, die anderen hat der starke Wind zerstört. Jetzt wird die Mühle, die über 200 Jahre alt ist, wieder in Schuss gebracht. Vor wenigen Tagen haben Bauarbeiter mit der Sanierung begonnen.

Zuerst soll das Mauerwerk mit Sandstrahl gereinigt werden, „dann kommt doppelter Kalkputz auf die Mauer“, betont Junggeburth. Die Sanierung wird absichtlich mit einigem Aufwand betrieben, „damit das Mauerwerk auch die nächsten 100 Jahre bestehen bleibt“. Durch billigere Kunststofffarbe würden die Steine auf Dauer feucht, „sie würden Schaden nehmen, und die nächste Sanierung würde noch teurer“.

Die Reste der Flügel sollen Ende des Jahres heruntergenommen, den Winter über wieder zusammengesetzt und von Grund auf erneuert werden. Im kommenden Frühling dann, so der Plan, soll das Bauwerk im neuen Glanze erstrahlen. Insgesamt wird die Sanierung rund 50 000 Euro kosten. „Mit 20 000 Euro wird sich der Geschichtsverein an den Kosten beteiligen“, kündigt der Vorsitzende an. „Wir unterstützen lieber ein Denkmal richtig, als dass wir mit der Gießkanne durch die Gemeinde laufen.“

Lesungen geplant

Doch Junggeburth und seine Mitstreiter versprechen sich auch einiges durch ihr Engagement. Denn mit dem Besitzer sei abgemacht worden, dass der Geschichtsverein das historische Gebäude ein- oder zweimal im Jahr für Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen nutzen dürfe.

Junggeburth hofft, dass nach Abschluss der Arbeiten an der Mühle mit keinen weiteren bösen Überraschungen zu rechnen sein wird. „Die Flügel haben ja auch immerhin 25 Jahre lang gehalten.“



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