Von GEORG IMDAHL, 17.03.05, 07:40h
Mögliche Baumängel am neuen Max-Ernst-Museum in Brühl haben Irritationen über den geplanten Eröffnungstermin am 23. April hervorgerufen. Der Termin ist in Frage gestellt. Der Stiftungsrat der Brühler Max-Ernst-Stiftung will am Freitag zusammentreffen und danach vor die Presse treten, um den Stand der Vorbereitungen „einschließlich des Eröffnungstermins“ mitzuteilen. Für gewöhnlich werden solche Termine nicht anberaumt, um Bekanntes bloß zu bestätigen.
Nach Informationen des Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Brühler Rat, Michael vom Hagen, soll es Feuchtigkeitsschäden im Museum geben, über die vom Hagen verschiedentlich den Brühler Bürgermeister um Aufklärung gebeten habe - zuletzt im nichtöffentlichen Teil der Sitzung des Hauptausschusses am 7. März. Solche Schäden können aus restauratorischer Sicht ein ernsthaftes Problem für den Bestand der Bilder darstellen. Eine „hinreichende Unterrichtung der politischen Gremien“, so der Fraktionsvorsitzende, sei ausgeblieben. Demgegenüber hat Dieter Nahlik, Vorstandsmitglied der Brühler Max-Ernst-Stiftung, die Sorge einer Verschiebung der Eröffnung als unbegründet zurückgewiesen: Aus baulicher Sicht stehe einer Eröffnung nichts im Wege. Klaus Tiedeken, Vorstandsmitglied der Max-Ernst-Stiftung, äußerte gestern gegenüber dieser Zeitung, Feuchtigkeitsschäden seien ihm „nicht bekannt“. Bürgermeister Michael Kreuzberg war gestern Nachmittag nicht zu erreichen.
Spekulationen ranken sich aber nicht nur um den Zustand des Museums und den Eröffnungstermin. Auch die Position der Museumsdirektorin Bettina Mette und ihr Verbleiben am Max-Ernst-Museum gilt nicht als unverbrüchlich sicher. Hinter vorgehaltener Hand kursieren Namen möglicher Nachfolger. Die Direktorin wollte sich gestern nicht zu dem Sachverhalt äußern und verwies auf die Sitzung des Stiftungsrates an diesem Freitag.
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