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Kleine Revolution mit dem Namen „Freundin“

Von HEIKO STOLZKE, 21.07.05, 07:25h

Kaum hatte der Kleincomputer C64 weltweit Büros und Kinderzimmer erobert, da stellte Commodore mit dem „Amiga 1000“ schon die nächste Heimcomputer-Generation vor. Das ist jetzt genau 20 Jahre her.

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Ein Amiga 1000
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Ein Amiga 1000
Am 23. Juli 1985 wurde eine neue Ära eingeläutet: Der Amiga 1000 sorgte für einen großen Leistungszuwachs bei den Personal Computern.

Kaum hatte der Kleincomputer C64 weltweit Büros und Kinderzimmer erobert, da stellte Commodore mit dem „Amiga 1000“ schon die nächste Heimcomputer-Generation vor. „Das war nicht nur der Sprung vom Käfer zum Golf, sondern gleich zum schnellen BMW“, vergleicht Computerhistoriker Stephan Slabihoud vom „8Bit-Museum.de“ den Leistungszuwachs. Am 23. Juli 1985 feierte das Gerät Weltpremiere in New York.

„Anstelle des betagten 8-Bit-Mikroprozessors 6510 im C64 arbeitete ein schneller 16-Bit-Prozessor des Typs Motorola 68000 als technisches Herz im Amiga“, beschreibt Slabihoud den den damals hochmodernen Rechner. Der Computer bot zahlreiche neue Möglichkeiten bei Bildbearbeitung und Animation. Das Gerät konnte 4096 Farben darstellen und bot vierstimmigen Digitalsound. „Es war ein richtiger Technologiesprung und der Durchbruch für grafische Animation“, sagt Dusan Zivadinovic von der Fachzeitschrift „c't“.

Mit seinen Fähigkeiten übertrumpfte der Amiga den C64 und vor allem zahlreiche PCs. Diese waren Ende der 80er Jahre meist noch reine Bürocomputer für Textverarbeitung oder Abrechnung. Die Animation beschränkte sich auf das Blinken des Cursors. Einzige Geräuschquelle zusätzlich zum Summen des Lüfters war ein nervtötender Piepston bei Programmfehlern und Abstürzen.

Auch bei der Textverarbeitung war der Amiga seiner Zeit voraus: Zu einer Zeit als monochrome Monitore Standard waren und Textprogramme ihre Benutzer mit ellenlangen Steuerzeichen und Sonderbefehlen verwirrten, bot der Amiga schon eine grafische Darstellung des gesamten Dokumentes. Damit zeigte der Bildschirm den Text in der passenden Typografie und dem Layout, wie es später auf dem Papier aussehen sollte.

Nach Angaben des 8Bit-Museums wurden bis Ende 1993 in Deutschland rund 28 000 „Commodore 1000“, 124 000 „Amiga 2000“ und 1,1 Millionen „Amiga 500“ verkauft.

Auch wenn der Amiga im Vergleich zu heutigen Computern wie ein Dinosaurier wirkt, ist das Gerät nicht in Vergessenheit geraten. Manche Kinobetreiber steuern zum Beispiel Anzeigetafeln mit Texten und Grafiken immer noch durch einen Amiga an. Außerdem gibt es viele Amiga-Nutzer, die im Internet Erfahrungen und Software austauschen. (dpa)



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