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Zwei Edel-Container für den Heiligen Vater

Erstellt 05.08.05, 07:21h

Das Leverkusener Traditionsunternehmen Peter Niesen GmbH & Co. KG ist „offizieller Ausstatter im Bereich Raumzellencontainer für die Veranstaltung auf dem Marienfeld im Rahmen des XX. Weltjugendtages“. „Sie fühlen sich dann da drin wie in einem festen Haus“, versichert Peter Niesen.

Bild: Britta Berg
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Verladen wurden gestern die Container, die unter anderem auch die Sakristei für den papst beherbergen werden.
Bild: Britta Berg
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Verladen wurden gestern die Container, die unter anderem auch die Sakristei für den papst beherbergen werden.
Die Sakristei für den Papst auf dem Marienfeld kommt aus Leverkusen.

Klaus Niesen, Chef der Speditionsfirma Peter Niesen GmbH & Co. KG, kann schon stolz sein: eine solche Aufgabe hat wohl noch kein Kollege im hiesigen Raum übernommen. Das Leverkusener Traditionsunternehmen ist „offizieller Ausstatter im Bereich Raumzellencontainer für die Veranstaltung auf dem Marienfeld im Rahmen des XX. Weltjugendtages“, wie es in einer Mitteilung der Firma heißt. Gesternmorgen begann die Verladung von 112 Aufenthalts- und Sanitärcontainern auf dem Betriebsgelände an der Robert-Blum-Straße in Küppersteg.

Zwei dieser Container, die wie Module zusammengesteckt werden können, werden einem besonders Gast Platz bieten: Papst Benedikt XVI. höchstpersönlich. Denn der muss ja vor und nach der Messfeier auf dem Marienfeld eine Sakristei zur Verfügung haben. Die nach Standardmaß jeweils sechs mal zweieinhalb Meter großen und zweieinhalb Meter hohen Metallkisten sollen diesen Zweck erfüllen.

Sie zeichnen sich vor allem durch eine gehobene Ausstattung aus, sind beispielsweise klimatisiert, haben Teppichboden und verkleidete Wände sowie geflieste Sanitäranlagen. „Sie fühlen sich dann da drin wie in einem festen Haus“, so Peter Niesen. Über die - natürlich vorstellbaren - besonderen Sicherheitsvorkehrungen machte er verständlicherweise keine Angaben.

Die Arbeiten laufen gut, gab Niesen gestern dem „Leverkusener Anzeiger“ einen Lagebericht. Der Aufbau der Module hinter dem Hügel, auf dem der Papst Hunderttausende Pilger aus aller Welt begrüßen wird, liege voll im Zeitplan. In der kommenden Woche soll dann noch für den Feinschliff gesorgt werden - das Mobiliar liefert auch Niesen, der sich um den Auftrag frühzeitig beworben hatte, und in der Ausschreibung tatsächlich den Zuschlag bekam.

Und was wird nach dem Weltjugendtag aus dem „Papst-Container“? Die Frage, die sich mit Blick auf enorme Wertsteigerungen von ehemaligen Wohnungen und Autos Josef Ratzingers, des neuen Pontifex aufdrängt, lässt Peter Niesen kalt. Eine Versteigerung im Internet sei „nicht angedacht“. (te)



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