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Millionen-Rabatt für Jahn-Tower

Von ANDREAS DAMM UND HELMUT FRANGENBERG, 16.08.05, 07:44h

Die Stadt Köln gibt einen Nachlass: Die Tenkhoff Properties GmbH soll jetzt nur noch 10,2 Millionen Euro für das städtische Grundstück bezahlen. Tenkhoff will am Ottoplatz das Hochhaus „Cologne One“ nach den Plänen des Stararchitekten Helmut Jahn bauen.

Modell Jahn-Tower
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Einen Millionen-Rabatt soll es für den Investor des Turms geben.
Modell Jahn-Tower
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Einen Millionen-Rabatt soll es für den Investor des Turms geben.
Die Debatte um Hochhäuser in Deutz habe „schwerwiegende Auswirkungen“, so die Stadt.

Mit einem Rabatt von mehr als sechs Millionen Euro will die Stadt den Berliner Investor für das zweite Hochhaus am Deutzer Rheinufer bei der Stange halten. Statt der ursprünglichen 16,24 Millionen Euro, die im März 2004 vom Rat als Mindestkaufsumme beschlossen worden waren, soll die Tenkhoff Properties GmbH jetzt nur noch 10,2 Millionen Euro für das städtische Grundstück bezahlen. Tenkhoff will am Ottoplatz das Hochhaus „Cologne One“ nach den Plänen des Stararchitekten Helmut Jahn bauen.

Der Hauptausschuss, der gestern den Rabatt genehmigen sollte, verschob allerdings die Entscheidung. Zunächst soll am 25. August im Stadtentwicklungsausschuss eine grundsätzliche Position zur Forderung der Unesco beraten werden. Baudezernent Bernd Streitberger soll die verschiedenen Alternativen darlegen, die der Stadt bleiben, nachdem die Welterbe-Kommission der Unsesco weiterhin mit der Aberkennung des Welterbe-Titels für den Dom droht. Gestern blieb offen, ob dafür überhaupt noch die Zeit reicht. OB Fritz Schramma wies auf die anstehende Entscheidung bei der Lufthansa hin. Die Airline prüft zurzeit, ob sie ihre Hauptverwaltung nach Frankfurt verlagern oder Hauptmieter im neuen Jahn-Tower werden soll.

Weil es für den Investor immer schwieriger werde, die Büroflächen des Gebäudes zu vermarkten, müsse man ihm entgegenkommen, begründete die Verwaltung ihren Beschlussvorschlag. „Die wirtschaftlichen Voraussetzungen des Grundstücksgeschäftes“ müssten „den angestrebten Nutzungen der potenziellen Mieter angepasst werden.“ Im Laufe des vorigen Jahres hätten sich die Grundlagen für die Investitionen verändert. Nach Meinung der Verwaltung spielen dabei nicht nur die Kalkulationen der potenziellen Nutzer des neuen Hochhauses, die von günstigeren Mietpreisen in anderen Städten gelockt werden könnten, eine entscheidende Rolle. Schuld an „gravierenden Einnahmeverlusten“ für die Vermarktung des gesamten Deutzer Areals habe nicht zuletzt die überregionale Diskussion um die Hochhausstandorte und die „Unesco-Aktivitäten“ um den Titel des Weltkulturerbes für den Dom.

Die „ehemalige Attraktivität des Standortes“ sei „nachhaltig beschädigt“ worden. Einen anderen Interessenten für dieses oder irgendein anderes der geplanten Hochhäuser als die Firma Tenkhoff gebe es zur- zeit nicht. Stärkere Nachfrage sei wegen der negativen Schlagzeilen in den Medien derzeit auch nicht zu erwarten. An Attraktivität habe das Gelände auch deshalb verloren, weil die Bahn den Umbau des Deutzer Bahnhofs immer weiter hinauszögere.

Tenkhoff habe bereits reagieren müssen: Einerseits habe sich der Investor bereit erklärt, das Haus mit nun 96 Metern um 14 Meter kleiner zu bauen. Andererseits habe man in den Verhandlungen mit den Mietern den Mietzins bereits um ein Drittel reduzieren müssen. Außer der Lufthansa soll nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ die Aachener Versicherungsgruppe Generali einziehen. Die Senkung des Grundstückspreises sei außerdem angemessen, weil für den Bauherrn zusätzliche Kosten vor allem bei den Infrastrukturmaßnahmen entstehen würden, die man bisher noch nicht einkalkuliert habe. Neu ist zudem, dass die Stadt sich nun an der „Baureifmachung“ der Flächen mit 250 000 Euro selbst beteiligen will.

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