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Wirbel um Stones-Song „Angie”

Erstellt 23.08.05, 16:45h, aktualisiert 23.08.05, 22:50h

Die CDU kann im Anschluss an die Wahlkampfauftritte von Angela Merkel weiterhin den Rolling-Stones-Hit "Angie" abspielen. Weder die Band noch deren Musikverlag und Rechtebetreuer wollen zur Zeit rechtliche Schritte dagegen unternehmen.

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Das Abspielen des Rolling-Stones-Hits «Angie» bei Wahlkampfauftritten der CDU-Kanzlerkandidatin Angela Merkel sorgt für Wirbel.
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Das Abspielen des Rolling-Stones-Hits «Angie» bei Wahlkampfauftritten der CDU-Kanzlerkandidatin Angela Merkel sorgt für Wirbel.
Berlin/dpa - Die CDU kann im Anschluss an die Wahlkampfauftritte von Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel weiterhin den Rolling-Stones-Hit "Angie" abspielen. Weder die Band noch deren Musikverlag und Rechtebetreuer wollen zur Zeit rechtliche Schritte dagegen unternehmen. Der Geschäftsführer der TJ Musikservice GmbH, Jens Ehlers, sagte der "Leipziger Volkszeitung" (Mittwoch): "Wir halten den Ball flach und bitten die CDU lediglich darum, den Titel nicht zu Wahlkampfzwecken einzusetzen."

Ehlers vertritt in Deutschland den Musikvertrieb Essex, nationaler Vermarkter der Rolling Stones. "So lange wir keine rechtlichen Schritte unternehmen, ist es der CDU unbenommen, den Titel einzusetzen, auch wenn wir klar mitgeteilt haben, dass weder die Autoren noch der Originalverlag der Rolling Stones dieses möchten", sagte er dem Blatt.

In London sagte Stones-Sprecher Bernard Doherty der dpa: "Wir sind nicht gefragt worden." Zu rechtlichen Schritten äußerte er sich nicht. "Ich weiß, Sie wollen jetzt eine schöne Geschichte daraus machen, aber ich spiele nicht mit", fügte er hinzu.

Der Welthit der Rolling Stones aus dem Jahr 1973 wird auf den Veranstaltungen mit Merkel regelmäßig nach Ende der eigentlichen Kundgebung und nach der Nationalhymne gespielt. Die CDU will vorerst an diesem Procedere festhalten. "Die Showband wird den Titel bringen", kündigte eine Parteisprecherin vor einer Wahlkampfveranstaltung mit Merkel am Dienstagabend in Hannover an.

Die CDU hatte zuvor betont, man habe von der Musikverwertungs-Organisation GEMA erneut die Bestätigung erhalten, dass die Partei die Aufführungsrechte für den Song besitze. Eine GEMA-Sprecherin sagte der dpa, die CDU habe mit der Organisation einen Pauschalvertrag für die Nutzung der Musik und deren Abgeltung geschlossen. Dieser schließe auch Musikaufführungen bei Wahlkampfveranstaltungen ein.

Dies habe aber nichts damit zu tun, ob ein Urheber damit einverstanden ist, dass seine Musik auf bestimmten Veranstaltungen überhaupt gespielt wird, erläuterte die Sprecherin die Rechtsauffassung der GEMA. Dies müsse zwischen dem Rechteinhaber - in diesem Falle die Rolling Stones - und dem Veranstalter geklärt werden. Die GEMA habe damit nichts zu tun, sagte die Sprecherin.

Die Grünen rocken mit einem eigenen "Angie"-Song gegen Merkel. "Angie, bitte sag', willst Du uns damit durchregieren? Angie, bitte sag', willst Du uns damit wirklich dienen?", singt der Stuttgarter Musiker Steffen Strom (28) in seinem Pop-Rock-Song, den die Grünen seit Dienstag im Internet hören lassen und auch im Wahlkampf verwenden wollen.

(Internet: www.gruene-portal.de/angie_nein_nein.924.0.html)



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