Von MICHAEL THALKEN, 29.08.05, 07:16h
Schleiden - Ein bisschen fehlt noch die Atmosphäre in dem neuen Gotteshaus. Die Neonröhren in der weiß vertäfelten Decke erinnern noch zu sehr an den einstigen Zweck der Räumlichkeit: Bis vor kurzem trafen sich hier nämlich Ärzteschaft und Verwaltung zur Konferenz. Und just hier wurde auch der Plan gefasst, die alte Krankenhaus-Kapelle aus dem Jahre 1969 für die Intensivstation zu räumen und eine neue zu errichten.
„Die einfachen Glasfenster werden noch ausgetauscht“, berichtete der kaufmännische Direktor des St.- Antonius-Krankenhauses, Theo Korth. Man wolle die Kirchenfenster aus der alten Kapelle in die neue einbauen. Die Orgel ist bereits umgezogen, und auch der Altar hat bereits seinen festen Platz.
Bevor die neue Kapelle ihrer Bestimmung übergeben werden konnte, musste Dechant Philipp Cuck zunächst einmal die alte Kapelle entwidmen, indem er feierlich das Allerheiligste aus dem Tabernakel holte. Anschließend wurde der neue Andachtsraum eingeweiht. Mit 45 Sitzplätzen ist die Räumlichkeit etwas kleiner als vorher. In der alten Kapelle fanden 60 bis 70 Menschen Platz.
Einmal pro Monat, so Dechant Cuck, soll künftig im Krankenhaus eine Messe stattfinden. Jeden Samstagabend werde man einen Gottesdienst mit Kommunion zelebrieren. Der Pfarrer freute sich darüber, dass das Dekanat dafür Kommunionhelfer und Lektoren entsendet. Außerdem ist mit Margot Schmitz stets eine Krankenhausseelsorgerin vor Ort. Als Zeichen gelebter Ökumene an der Basis nahm auch der evangelische Pfarrer Erik Schumacher an den Einsegnungsfeierlichkeiten teil.
Die alte Kapelle musste weichen, weil die Intensivstation mit Nasszellen modernisiert werden sollte. Für den Einbau von 25 Nasszellen hatte Theo Korth im September 2004 von der Regierungsvizepräsidentin Ulrike Schwarz den Bewilligungsbescheid in Höhe von 1,6 Millionen Euro entgegengenommen. Bereits im Jahr 2000 hatte das Land die Klimatisierung der OP-Abteilung mit rund 1,84 Millionen DM gefördert. „Profitieren werden von den Modernisierungsmaßnahmen insbesondere die gut 5000 Patienten jährlich“, so Korth.
Aus Anlass des 75-jährigen Bestehens des Bistums Aachen fand am Samstagabend bis Mitternacht eine eucharistische Anbetung vor der Monstranz statt.
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