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Enten schnabulieren im Zelt

Von CHRISTOPH HOFFMANN, 05.10.05, 08:32h, aktualisiert 05.10.05, 12:14h

Der Kölner Zoo ergreift Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe. Rund 40 Vogelarten müssen mindestens bis Ende November darauf verzichten, im Freien gefüttert zu werden.

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Die Enten fressen jetzt überdacht.
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Die Enten fressen jetzt überdacht.
Rund 40 Vogelarten müssen mindestens bis Ende November darauf verzichten, im Freien gefüttert zu werden.

Anfangs seien sie noch misstrauisch gewesen, doch dann hätten sich die Enten und Hühner schnell an ihre neue Futterstelle gewöhnt. Inzwischen begeben sich die Tiere wie selbstverständlich in die großen, weißen Zelte, die eigentlich für Partys im Zoo genutzt werden, und machen sich über ihre Futtermischung her. Die vier Zelte sollen die rund 40

Vogelarten, die im Zoo leben, vor der bis nach Russland vorgedrungenen Vogelgrippe schützen.

Eine neue Verordnung des Landes NRW schreibt seit dem 15. September einen „Stallzwang“ vor. „Das heißt, dass wir die Tiere nicht mehr im Freien füttern dürfen“, erklärt Theo Pagel, Vogelkurator im Kölner Zoo. Dadurch soll verhindert werden, dass

Zugvögel aus den Trink- und Futternäpfen der Zootiere fressen und so möglicherweise das gefährliche Virus auf die heimischen Vögel und

auch Menschen übertragen könnten. „Da viele unserer Tiere ganzjährig draußen sind und keine Innenräume haben, mussten wir eben welche

schaffen“, so der Vogelexperte des Zoos. Eines der Hauptprobleme war anfänglich, die Tiere an die Futterstellen zu gewöhnen. Für die Entenarten, die hauptsächlich auf dem Wasser leben, hat der Zoo die Zelte deshalb sogar teilweise ins Wasser gestellt. „Sie fressen dann immer noch auf dem Wasser, aber eben nicht mehr unter freiem Himmel“, erklärt Pagel

weiter. Eine Gefahr besteht für die Besucher des Zoos nicht, betont der Experte. Ebenso seien die Vögel kaum gefährdet: „Zum einen sind es wenige Vögel aus den betroffenen Regionen in Russland, die überhaupt zu uns kommen. Zum anderen ist es sehr unwahrscheinlich, dass diese Tiere mit ihrer Krankheit diesen weiten Weg schaffen könnten.“ Da sei NRW, neben Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern eines von drei Bundesländern, die die neue Verordnung erlassen hatten, übervorsichtig gewesen, findet er. Trotzdem sei Vorsicht besser als Nachsicht. Vorerst soll der Stallzwang bis Mitte November gelten.



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