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Anschlag auf den Louvre

Erstellt 12.11.05, 09:26h

Der Name ist wohl nur Insidern bekannt: Ralf Isau schrieb fantastische Jugendbücher und vor drei Jahren den ersten Roman. Der Thriller „Die Galerie der Lügen“ könnte Isau zum Durchbruch verhelfen.

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Ralf Isau legt den faszinierenden Thriller „Die Galerie der Lügen“ vor.

VON EMMANUEL VAN STEIN

Der Name ist wohl nur Insidern bekannt: Ralf Isau (Jahrgang 1956) schrieb fantastische Jugendbücher und vor drei Jahren den ersten Roman. Der Thriller „Die Galerie der Lügen“ könnte Isau zum Durchbruch verhelfen. Der spannende und intelligente Plot um geklonte Hermaphroditen (also Menschen beiderlei Geschlechts) reifte im Kopf des Autors zehn Jahre lang. Im Mittelpunkt der raffinierten Handlung steht die 25-jährige Journalistin Alex Daniels, die in Verdacht gerät, im Louvre einen Anschlag verübt zu haben, bei dem ein Wachmann getötet und eine wertvolle Bernini-Marmorplastik zerstört wurde. Bald werden weitere Kunstwerke in berühmten europäischen Museen geraubt. Der Täter will mit seinen dreisten Einbrüchen eine Botschaft übermitteln.

Darwin Shaw, Detektiv des Unternehmens, bei dem die Kunstwerke versichert sind, ermittelt. Er ist sich sicher, dass Alex nicht die Täterin gewesen sein kann, obwohl ihre Fingerabdrücke gefunden werden. In einer furiosen Mischung aus Wissenschaftsroman, philosophischen Einlassungen (damit übertreibt es der Autor ein wenig), Kunstkrimi, Selbstfindung (das Coming-out eines Hermaphroditen) und Liebesromanze (Alex und Darwin knüpfen zarte Bande) erzählt Isau eine faszinierende Geschichte, die immer wieder zu überraschenden Wendungen ausholt. Wen es nach Hintergrundinformationen dürstet, dem bietet der Autor auf seiner Homepage  www.isau.de eine Auswahl von über 400 Quellen. Das ist so ungewöhnlich wie der gesamte Roman.

Ralf Isau: „Die Galerie der Lügen“, Ehrenwirth, 637 S:, 19,90 Euro.



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