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Bäume am Rheinufer bleiben verschont

Von HELMUT FRANGENBERG, 18.11.05, 07:43h, aktualisiert 18.11.05, 09:41h

Die Stadt Köln will eine bessere Sicht auf die Baudenkmäler der Altstadt schaffen. Aber der Plan der Verwaltung findet keine politische Mehrheit.

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Nicht überall stehen die Bäume dicht an dicht.
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Nicht überall stehen die Bäume dicht an dicht.
Der Plan der Verwaltung, am Rheinufer die Baumreihen zu lichten, findet keine politische Mehrheit.

Die Axt bleibt im Schrank. Eigentlich wollte das städtische Grünflächenamt noch in diesem Jahr durch die Innenstadt ziehen und das Baumgrün vor Baudenkmälern lichten. Rund 50 Bäume sollten gefällt werden, um unter anderem die Sicht aufs Altstadt-Panorama, das Deutzer Rheinufer und St. Aposteln zu verbessern. Gestern folgte der Umweltausschuss des Rates dem Stadtentwicklungsausschuss und vertagte die Entscheidung auf einen unbestimmten späteren Zeitpunkt.

„Bei so einem sensiblen Thema wollten wir einem potenziellen Koalitionspartner nicht vor den Koffer hauen“, begründete der umweltpolitische Sprecher der CDU, Michael Paul, den Rückzieher seiner Partei mit Rücksichtnahme auf die Grünen. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit: Die CDU hat trotz FDP-Unterstützung keine Mehrheit mehr im Stadtrat. Gegen SPD und Grüne lässt sich nicht regieren.

Parteiübergreifende Einigkeit bestand nur beim Umgang mit dem Straßengrün an der Minoritenkirche und entlang der Burgmauer. An der Kirche soll vor allem das Buschdickicht entfernt werden. Baumfällungen sollen in ein „Gesamtkonzept“ zur Aufwertung des düsteren Geländes eingebunden werden. Entlang der Burgmauer soll nicht gefällt werden, weil mit der Erweiterung des Stadtmuseums ohnehin zahlreiche Bäume fallen dürften.

An St. Aposteln soll die Verwaltung noch einmal nach neuen Baumstandorten suchen. Am Rheinufer halfen der CDU die Bauarbeiten durch Hochwasserschutz und RTL-Umzug, die Vertagung zu begründen. Tatsächlich war jedoch der Widerstand gegen die Baumfällungen zu groß. Die Erhaltung gesunder, großer Bäume habe Vorrang vor einem freien Blick, so die SPD. Die Grünen halten den dichten Baumbestand wichtig für die Qualität des Rheingartens. „Jeder einzelne Baum ist wichtig“, hatten vor der Ausschuss-Sitzung noch Mitglieder der Grünen Jugend den Politikern zugerufen, nachdem sie rund 1000 Unterschriften gegen die Fällungen überreicht hatten.



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