Von BIANCA METTERNICH, 30.12.05, 07:15h
Hellenthal - Noch geht es am Haupteingang zum Hellenthaler Wildfreigehege beschaulich zu - wie gesagt: noch. Bereits in wenigen Monaten soll dort im wahrsten Sinne des Wortes der Bär brummen.
„Wenn die Bauarbeiten weiter reibungslos verlaufen, werden wir im Mai die Eröffnung unseres neuen Bärengeheges feiern können“, zog Eventmanager Ralph Mauel, der die Aktion „Hier brummt der Bär“ im Wildgehege betreut, ein erstes positives Fazit der Baumaßnahme. Gemeinsam mit Marie-Theres und Wolfgang Fischer, den Geschäftsführern des Wildgeheges, sowie engagierten Sponsoren und Gönnern machte er sich jüngst ein Bild vom Fortgang des Bauprojekts.
„Wir wollen das gesamte Gehege erlebbarer machen“, berichtete Ralph Mauel, der vor gut einem Jahr mit dem Ehepaar Fischer die Planungen für das neue Bärengehege auf die Schiene setzte. Da das alte Gehege, das sich, vom Eingang aus gesehen, in Richtung Oleftalsperre befindet, nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, war es dringend erforderlich, ein neues, attraktives Gehege für Siggi und Balu zu bauen.
Während die beiden Hellenthaler Bären derzeit noch mit einer Fläche von 740 Quadratmetern auskommen müssen, können sie sich ab dem kommenden Frühjahr auf etwa 4500 Quadratmetern austoben. Die sonnige und teilweise terrassenförmige Lage des neuen Geheges wird ein weiterer Vorteil gegenüber dem bis dato ziemlich schattig und verwinkelt gelegenen Bärenquartier sein. Zum neuen Gehege gehören auch vier Boxen, Futterkammern, ein Nachtquartier, eine Schlechtwetterunterkunft sowie eine Quarantäne- und Behandlungsstation.
Neben einer freien Sicht auf das Gehege und einem schönen Ausblick auf das gesamte Hellenthaler Tal dürfen sich die Besucher auch auf einen „Erlebnispfad“ freuen. Durch „Schaufenster“, die entlang des Weges entstehen, und von einer Terrasse aus können die Besucher Siggi und Balu beobachten. „Das Highlight unseres neuen Geheges wird aber eine Bärenhöhle“, erklärte Ralph Mauel. Diese Höhle soll den Besuchern als Informations-, Ausstellungs- sowie Aussichtsraum dienen.
Etliche Sponsoren
Nachdem das Gelände bereits komplett planiert und angefüllt worden ist, wurde in der vergangenen Woche die Bodenplatte für das neue Bärenhaus gegossen. Mit je 35 000 Euro zählen das Bärenhaus und die Bärenhöhle zu den teuersten Elementen des neuen Gehege, dessen Kosten mit insgesamt 150 000 Euro veranschlagt werden. Durch etliche Sponsoren, die sich in Form von Bauleistungen oder Geldspenden an dem Projekt beteiligen, sollen die Kosten laut Mauel weitestgehend gedeckt werden.
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