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Gendoping beim Menschen noch kein Thema

Erstellt 02.02.06, 17:52h, aktualisiert 02.02.06, 17:53h

In der Gendoping-Diskussion um den in Magdeburg wegen Minderjährigen-Dopings angeklagten Leichtathletik-Trainer Thomas Springstein gibt der Kölner Dopingexperte Professor Wilhelm Schänzer vorläufige Entwarnung.

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Doping-Experte: Der Kölner Professor Wilhelm Schänzer
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Doping-Experte: Der Kölner Professor Wilhelm Schänzer
Dopingexperte Schänzer: Gendoping beim Menschen noch kein Thema

Köln - In der Gendoping-Diskussion um den in Magdeburg wegen Minderjährigen-Dopings angeklagten Leichtathletik-Trainer Thomas Springstein gibt der Kölner Dopingexperte Professor Wilhelm Schänzer vorläufige Entwarnung. Für ihn sei das Zeitalter des Gendopings erst angebrochen, „wenn ich sehe, dass Gendoping tatsächlich angewendet wird“, sagte der Biochemiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe). Er widersprach damit dem Heidelberger Molekular-Biologen Werner Franke. Dieser hatte die von Springstein erwähnte Substanz Repoxygen als Beleg für den Anbruch einer neuen Ära im Medikamenten-Missbrauch bewertet und davor gewarnt, dass der Missbrauch nicht nachweisbar sein könnte.

Diese Gefahr hält Schänzer für nicht gegeben. Auf der Grundlage von Tierversuchen gebe es Methoden, Repoxygen im Körper nachzuweisen. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Christoph Bergner (CDU), sagte der Zeitung, die „Waffengleichheit“ der Dopingfahnder mit den -sündern sei gegeben. Es bestehe kein Grund, „Panik zu machen“.

Nach Darstellung Schänzers ist die von der Firma Oxford Medica entwickelte Substanz Repoxygen bis 2002 in Tierversuchen getestet worden. Von einer Weiterentwicklung für den gentherapeutischen Markt habe man Abstand genommen, weil das Präparat keine Alternative zum herkömmlichen Erythropoetin (EPO) darstelle. Bei so komplexen Verfahren wie der Gentherapie sei die Anwendung aus Tierversuchen nichts ohne weiteres auf den Menschen übertragbar. „Dazu muss man entsprechende Modifizierungen vornehmen und das bedarf eines enormen Forschungsaufwands“, sagte Schänzer. Der Leiter des Kölner Dopinglabors sieht Gendoping daher nicht als ein akutes, sondern als ein langfristiges Thema an.



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