Von BRITTA HAVLICEK, 09.03.06, 07:13h
„Mit meinen Bildern möchte ich Bewegungen einfangen, Körperformen und -haltungen nachzeichnen und damit die Sinnlichkeit einer Szene zum Ausdruck bringen“, sagt die 42-Jährige. Beim Malen verfalle sie selber häufig in eine Art Rauschzustand. Bei ihren leidenschaftlichen Bildern bedient sich Gabriele Vorbrodt ausschließlich der Farben Blau, Gelb und Rot. Aus diesen Grundfarben mischt sie warme, ja glühende Farbtöne, die in ihrer Zusammensetzung in einem Werk einen feurigen Reiz auf den Betrachter ausüben.
Doch nicht nur reizende Frauenporträts, knisternde Tanzszenen und Akte kreiert die Künstlerin. In einer Reihe widmet sie sich ausschließlich Bällen: Auf länglichen Leinwänden scheinen die kreisrunden Formen ineinander, voneinander und durcheinander zu springen.
In ihrem Atelier kann sich Gabriele Vorbrodt ganz ihrer Kreativität hingeben. Die Räume hat sie „offenes Atelier“ getauft, als Einladung an Gleichgesinnte. „Hier kann jeder, mit und ohne Erfahrung, malen, zeichnen, gestalten und experimentieren“, erklärt die Malerin und angehende Kunsttherapeutin. „Viele Künstler finden im offenen Atelier Ruhe und können hier ohne Zuschauer und ohne Erfolgsdruck einfach für sich arbeiten.“ Eine weitere Idee ist bereits in Arbeit. Schon bald soll regelmäßig ein „Quasselsalon“ eingerichtet werden, wo in gemütlicher Atmosphäre über Kunst, Kitsch und Kult geplaudert wird.
Das Offene Atelier Brühl, Kaiserstraße 73a, ist montags und mittwochs von 10 bis 22 Uhr, dienstags von 16 bis 22 Uhr und jeden zweiten und vierten Samstag im Monat von 12 bis 16 Uhr geöffnet.
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