Erstellt 03.04.06, 11:18h, aktualisiert 03.04.06, 11:21h
Jauch bekräftigte sein striktes Vorgehen im Zusammenhang mit seiner geplanten Hochzeit mit Thea Sihler. Sein Anwalt hatte ein "presserechtliches Informationsschreiben" an die Medien geschickt, in dem er darauf hinwies, dass Berichte über Einzelheiten der Trauung die Persönlichkeitsrechte verletzten. Dafür war Jauch in die Kritik geraten. Der 49-Jährige betonte, er verstehe zwar das Interesse an seiner Person. "Aber ich habe ein Recht drauf, dass meine Hochzeit privat bleibt. Ich möchte keine Hubschrauber über der Kirche kreisen sehen. Wer sollte mich zwingen, dass ich in Las Vegas oder in einem abgelegenen Dorf in den Abruzzen heiraten muss, nur um den Reportern zu entgehen? Alles was mir empfohlen wird, ist Untertauchen, Flucht oder Austricksen der Medien - das kann es doch nicht sein."
Mit dem Schreiben seines Anwalts wüssten nun alle Medien über die Rechtslage Bescheid, erklärte Jauch. "Ich gehe davon aus, dass das beachtet wird." Die Empörung könne er nicht verstehen, denn schließlich hätte er gegen mehrere Medien Unterlassungsansprüche geltend machen können. "Wir haben weniger gemacht, als wir eigentlich durften. Man sieht, ich bin freundlicher als es jetzt den Eindruck hat. Aber wenn ich nicht gegen jede rechtswidrige Veröffentlichung vorgehe, kriege ich noch Jahre später vor den Gerichten von den Anwälten der Boulevardpresse vorgehalten, dass ich das geduldet habe."
Nach Angaben Jauchs hat sein Anwalt rechtliche Schritte gegen die "Bild"-Zeitung eingleitet. Dort sei der erste detaillierte Bericht über die Hochzeit zu lesen gewesen. Bei anderen Medien, die nur die Nachricht übernommen haben, solle es bei dem rechtlichen Hinweis bleiben. Er verwahrte sich dagegen, dass Reporter an seiner Haustür klingelten und seine Kinder mit der Hochzeit konfrontierten.
Jauch bedauerte, dass es nicht möglich ist, am Tag der Hochzeit einen kurzen Pressetermin zu machen, um die Neugier zu befriedigen, und den Rest des Tages im Privaten genießen zu können. "Darüber könnte man im Prinzip reden." Nach der Rechtslage würde er damit aber den Schutz seiner Privatsphäre verlieren. Jauch bekräftigte, er habe die Berichterstattung über seine Hochzeit nicht verkauft, betonte aber, dass es solche Fälle gibt: "Manche benutzen die Medien. Sie verkaufen ihre Heirat, möchten dann aber, dass zwei Jahre später nicht über die Scheidung berichtet wird. Das geht nicht." (dpa)
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