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Steine gegen rechte „Arbeitstagung“

Von TOBIAS MORCHNER, 10.04.06, 07:35h, aktualisiert 10.04.06, 10:44h

Etwa 20 vermummte und mit Gaspistolen bewaffnete Täter haben am Samstagabend hohen Sachschaden in der Kölner Gaststätte „Kaiser Wilhelm“ an der Gladbacher Straße angerichtet. Hier fand gerade eine Tagung Rechtsextremer statt.

Bild: Stinauer
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Mit Pflastersteinen zerstörten unbekannte Täter am Samstag die Fensterscheiben einer Gaststätte in der Gladbacher Straße.
Bild: Stinauer
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Mit Pflastersteinen zerstörten unbekannte Täter am Samstag die Fensterscheiben einer Gaststätte in der Gladbacher Straße.
Polizei schließt politisch motivierte Tat nach einer Attacke gegen eine Gaststätte nicht aus.

Etwa 20 vermummte und mit Gaspistolen bewaffnete Täter haben am Samstagabend hohen Sachschaden in der Gaststätte „Kaiser Wilhelm“ in der Kölner Innenstadt angerichtet. Gegen 23 Uhr hatten sie zunächst einige Fenster des Lokals in der Gladbacher Straße mit elf Pflastersteinen eingeworfen. Anschließend schossen sie durch die zerstörten Scheiben mehrmals mit einer Gaspistole in die Räume. Dann zündeten die schwarz gekleideten und mit Sturmhauben vermummten Täter eine Nebelbombe, die sie in den Schankraum warfen. Danach flüchteten die Männer zu Fuß in Richtung Mediapark. Die sofort eingeleitete Fahndung der Polizei blieb bisher erfolglos.

Seit den Mittagsstunden fand in den Räumlichkeiten der Gaststätte eine so genannte Arbeitstagung der „Deutschen Akademie“ und des „Nationaldemokratischen Hochschulbundes“ zum Thema „nationalrevolutionär heute“ statt. Die Gruppierungen sind dem rechtsgerichteten politischen Spektrum zuzuordnen. Die Polizei geht deshalb davon aus, dass es sich bei den Tätern um Mitglieder der militanten, linksgerichteten Anifa-Szene handelt. „Nach den bisherigen Erkenntnissen können wir eine politisch motivierte Tat nicht ausschließen“, so Polizei-Sprecher Bernd Kalkum. An der Tagung, zu der auf einschlägigen Internet-Seiten eingeladen worden war, hatten über den Tag verteilt mehr als 30 Personen teilgenommen. Zum Zeitpunkt des Überfalls befanden sich noch etwa 20 Personen in den Räumen der Gaststätte. Sie blieben unverletzt.



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