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Rasender Bus von Polizei gestoppt

Von UDO BEISSEL, 12.04.06, 07:07h

Rhein-Erft-Kreis - 60 Schüler mussten am Freitag auf der Autobahn 4 einen ungewollten Zwischenstopp einlegen. Der Fahrer war zu schnell, die Bremsen funktionierten nicht richtig. Der Busunternehmer weist die Kritik zurück.

Der Fahrer war zu schnell, die Bremsen funktionierten nicht richtig. Der Busunternehmer weist die Kritik zurück.

Rhein-Erft-Kreis - 60 Schüler, die am vergangenen Freitag von einer Klassenfahrt kamen, mussten auf der Autobahn 4 einen ungewollten Zwischenstopp einlegen. Die 15- bis 16-Jährigen waren auf dem Heimweg vom Sauerland nach Bonn, als die Autobahnpolizei den Reisebus eines Unternehmers aus dem Rhein-Erft-Kreis in Höhe des Rastplatzes Röttgesberg auf der A 4 bei Moitzfeld stoppte. Grund war eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 38 Stundenkilometern, teilt die Bezirksregierung Köln mit.

Doch das war nach Ansicht der Polizei nicht alles. Als die Beamten den Bus näher unter die Lupe nahmen, fanden sie Roststellen am Fahrzeugrahmen. Auch die Bremsen funktionierten laut Bezirksregierung nicht richtig. Die Polizei legte den Reisebus still und ließ ihn von TÜV-Experten untersuchen. Das Ergebnis: 30-prozentiger Druckverlust der Vorderbremsen, kompletter Druckverlust der hinteren Bremse, Bremszylinder und Hinterachse defekt. Die Schüler wurden von einem Ersatzbus sicher nach Bonn gebracht.

Der Unternehmer schildert den Vorfall etwas anders. Ein Polizeibeamter habe den Bus technisch überprüft und dabei mehrere Gewaltbremsungen auf dem Autobahnrastplatz durchgeführt habe. Dabei sei ein Radbremszylinder geplatzt. Die Polizei habe dann angeordnet, den Bus zum TÜV nach Köln-Mülheim zu fahren. Der Prüfer stellte außer der nun undichten Druckluftbremsanlage noch einige nach Ansicht des Busunternehmers nicht nachvollziehbare erhebliche Mängel fest. Der Bus, so der Unternehmer gestern am späten Nachmittag weiter, sei erst am 5. April dieses Jahres von einer Meisterwerkstatt untersucht worden. Dabei seinen Vorder- und Hinterachse, Bremsen, Radlager und Lenkung gewartet beziehungsweise erneuert worden. Am Montag sei der Bus gemeinsam mit der Geschäftsleitung des TÜV Rheinland untersucht worden sei. Dabei seien außer der geplatzten Bremszylindermembrane und dem falsch eingestellten Nebelscheinwerfer keine Mängel festgestellt worden. Außerdem sei dem Unternehmen eine Entschädigung angeboten worden, die auch in Anspruch genommen worden sei. Beim TÜV und bei der Bezirksregierung war gestern bereits Dienstschluss, als der Busunternehmer seine Stellungnahme übermittelt hatte.



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