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Die „Kölner Elf“ lockte mit vielen Kicks

Von HERIBERT RÖSGEN, 09.05.06, 07:21h

Köln - Eine Radtour zu den Bürgerzentren bot Kulturgenuss und fröhliche Feiern. Das Aktionswochenende „Kölner Elf“ nutzen Radler, um den sieben Bürgerzentren jeweils einen Kurzbesuch abzustatten.

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Am Quäker-Heim wurde die nahe Grünanlage für Somemrfest genutzt.
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Am Quäker-Heim wurde die nahe Grünanlage für Somemrfest genutzt.
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Im Altenberger Hof wurden Arbeiten deutscher und russischer Avantgarde-Künstler gezeigt.
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Eine Radtour zu den Bürgerzentren bot Kulturgenuss und viele fröhliche Feiern.

„Von hier an gibt es keine wogenden Felder mehr“, sagt Christoph Reisig, als die Radlergruppe in Höhe des Westfriedhofs die Venloer Straße erreichte. Die Gruppe ist unterwegs Richtung Bürgerzentrum (Büze) Ehrenfeld. Das Aktionswochenende „Kölner Elf“ nutzen Hobby-Radler, um per Drahtesel den sieben Bürgerzentren auf der linken Rheinseite jeweils einen Kurzbesuch abzustatten. Christoph Reisig vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) hatte die Tour zwischen dem Bürgerzentrum Chorweiler und dem Bürgerhaus Stollwerck ausgetüftelt.

Möglichst viele Menschen über die Vielfalt ihrer Angebote zu informieren, ist das Anliegen der elf beteiligten Bürgerzentren. In vielen Häusern haben Gruppen, die die Räume regelmäßig nutzen, das Programm mitgestaltet. Der VCD, der in der Alten Feuerwache sein Büro hat, gestaltet die linksrheinische Tour. Zeitgleich radelt eine Gruppe unter Leitung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs und der Fahrradgruppe Mülheim zu den vier Bürgerzentren auf der „Schäl Sick“. In Chorweiler locken am Samstagnachmittag zahlreiche Wettbewerbe für Kinder und Jugendliche. Darts, Kicker, Billard, Karaoke, Tischtennis und Streetball stehen auf dem Programm. Abends rockt Tommy Engel im Großen Saal.

Im Bocklemünder Bürgerschaftshaus stellen eine Gruppe ambitionierter Hobby-Künstlerinnen aus dem Stadtteil sowie Schüler der Max-Ernst-Gesamtschule ihre Arbeiten aus. Die Schwerpunkte im Bürgerschaftshaus sind sonst jedoch Offene Jugendarbeit und soziale Beratung. Vom Görlinger Zentrum führt der Weg nach Ehrenfeld zum dortigen „Büze“, wo ebenfalls eine Kunstausstellung das Interesse der Besucher auf sich zieht. Im großen Saal zeigen derweil verschiedene Schulen aus der Umgebung sowie Kindergruppen aus dem Bürgerzentrum Musik, Tanz, Theater. Alle Gruppen, die regelmäßig im Haus verkehren, gestalten am Sonntag zudem ein Sommerfest.

Ein solches Fest für alle Generationen ist im „Quäker-Nachbarschaftsheim“ nahe der Venloer Straße bereits am Samstag in vollem Gange, als die Radler den Inneren Grüngürtel erreichen. Das Programm ist auf alle Altersgruppen abgestimmt. Besucher kommen aus dem Belgischen Viertel und aus Ehrenfeld zum Sommerfest, zur Nichtraucher-Party und zur Sonntags-Matinee mit Mandolinenmusik.

Weiter geht es Richtung Nippes. Im „Altenberger Hof“ an der Mauenheimer Straße wartet ein Kontrastprogramm. Virtuoses Violinspiel von „Klaus dem Geiger“ und dem „Maximum Terzett“ sowie eine ambitionierte Ausstellung mit Kunst und Design von deutschen und russischen Künstlern haben zahlreiche Besucher angelockt. Das Nippeser Zentrum setzt an diesem Wochenende auf anspruchsvolle Angebote. „Wir wollten auch Publikum anlocken, das nicht regelmäßig Gast im Bürgerzentrum ist“, erklärt Leiterin Michaela Ristau.

Den Innenhof der Alten Feuerwache in der Innenstadt bevölkern an zwei Tagen Trödler und Initiativgruppen. Die regelmäßigen Flohmärkte, die kreativen Angebote und Versammlungsmöglichkeiten für zahlreiche Initiativen sind ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Hauses an der Melchiorstraße. Im Bürgerhaus Stollwerck empfängt Leiter Reinhard Eggert die Radlergruppe, die bis hierher 26 Kilometer abgestrampelt hat. Hier herrscht Ruhe vor dem Sturm. Am Abend folgen ein Kabarett-Programm und die anschließende zentrale „Kölner-Elf-Party“ für alle. Auch am Sonntag wimmelt es hier von Besuchern, die Kunst, Konzerte und Kindertheater genießen.

„Kölner Elf“ soll als eine Art Markenzeichen erhalten bleiben. Nach dem erfolgreichen Wochenende steht für die Initiatoren fest, dass solche Aktionen ein gutes Mittel sind, die Bekanntheit zu steigern.



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