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Millionen- Angebot an die Stadt

Von HELMUT FRANGENBERG, 18.05.06, 07:44h, aktualisiert 18.05.06, 08:53h

Die Besetzer des Barmer Blocks kämpfen weiter: Nun wollen sie die Häuser kaufen. 14 Millionen Euro bieten sie für das Grundstück. Weitere 6,4 Millionen Euro sind für die Sanierungen vorgesehen.

Bild: Rakoczy
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Das zum Teil besetzte Barmer Viertel in Deutz im März 2006.
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Das zum Teil besetzte Barmer Viertel in Deutz im März 2006.
Die Besetzer des Barmer Blocks in Deutz kämpfen weiter: Nun wollen sie die Häuser kaufen.

„Wohnen und Gewerbe im Messegarten-Karrée in Deutz“ nennt die Initiative Barmer Viertel im schönsten Stadtplaner-Deutsch ihr Projekt. Die Unterstützer der Besetzer aus dem Umfeld der Sozialistischen Selbsthilfe Mülheim (SSM) machen der Stadt ein verlockendes Angebot: 14 Millionen Euro bieten sie für Grundstück und Häuser. Weitere 6,4 Millionen Euro sind für Investitionen und Sanierungen des Barmer Blocks vorgesehen.

Die Kölner Wirtschaftsprüfungsagentur Mermagen hat ein Finanzierungskonzept durchgerechnet. Durch die Gründung einer neuen Genossenschaft könnte ein Viertel der Kosten als Eigenmittel aufgebracht werden. Der Rest würde über Kredite finanziert. Ein Teil der Gebäude um den riesigen Innenhof des Blocks sollen für Gastronomie und Gewerbe umgebaut werden. 20 der 260 Wohnungen sollen zu günstigsten Konditionen für die derzeitigen Besetzer bereitgestellt werden.

„Der Barmer Block ist ein Schmuckstück des Genossenschaftsbaus“, warb die Initiative erneut für den Erhalt der Anlage an der Deutz-Mülheimer Straße. Die Wohnbebauung ließe sich gut in die Vorschläge integrieren, die beim Workshop zur Zukunft des Areals zwischen Deutzer Bahnhof und Messe vorgelegt worden sind. „Statt des seelenlosen Betoneinerleis könnte der Block die Verbindung zwischen dem alten und neuen Deutz schaffen.“ Die Politik müsse den gegebenen Spielraum ausnutzen.

Die äußerte sich gestern noch zurückhaltend. Die Initiative hofft vor allem auf Grüne und SPD, mit denen sie genau wie mit Baudezernent Bernd Streitberger mittlerweile Gespräche geführt hat. Die Grünen sind weiterhin gespalten. Eva Bürgermeister, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der SPD, sagte: „Ich möchte das Fass ungern wieder aufmachen und keine falschen Hoffnungen wecken.“ Wohnen an diesem Standort sei für sie nicht mehr vorstellbar. Trotzdem werde man über den Vorschlag der Initiative noch einmal beraten.



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