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Keine Einigkeit unter Muslimen

Erstellt 31.05.06, 07:13h

Als die Debatte um den Bau einer „Zentralmoschee“ begann, hatte die Kölner Politik eigentlich andere Pläne. Die in viele Organisationen zersplitterte Szene islamischer Verbände sollte sich einigen.

Als die Debatte um den Bau einer „Zentralmoschee“ begann, hatte die Kölner Politik eigentlich andere Pläne. Die in viele Organisationen zersplitterte Szene islamischer Verbände sollte sich einigen. Dann werde man den Bau einer großen, repräsentativen Zentralmoschee für Köln politisch und vor allem bei der Grundstückssuche unterstützen. Tatsächlich gründete sich im Herbst 2002 ein neuer „Trägerverein Zentralmoschee“, der zehn verschiedene religiöse Vereine und unterschiedlichste Nationalitäten vereinen wollte. Doch der Versuch, alle unter einen Hut zu bringen scheiterte: Ditib stieg aus, bevor es richtig losging.

Die Legitimation gegenüber der Politik war einfach: Man wolle nicht mit extremistischen und problematischen Vereinen zusammenarbeiten. Im Trägerverein hatte man sich nämlich nicht am Verfassungsschutzbericht orientiert und auch solche mitmachen lassen, die von vielen Experten als problematisch angesehen werden.

Heute sagt Ditib-Generalsekretär Mehmet Yildirim ganz offen: „Wir wollten das alleine machen.“ So ein Projekt könne man nicht mit mehreren verwalten. „Wir wollen und müssen unsere Aktivitäten alleine verantworten.“

Mit dem Ausstieg von Ditib verlor das Projekt „Zentralmoschee“ einen potenten und einflussreichen Partner. Übrig blieben mehrere kleinere Vereine mit höchst heterogenen Zielen. Der Trägerverein existiert weiterhin, hofft auf einen Moschee-Neubau im Rechtsrheinischen. Doch ihm fehlen Geld, Grundstück und vor allem politische Unterstützung. Dabei hatte er mit einem spektakulären architektonischen Projekt geworben, das sehr wenig mit den aktuellen Ditib-Plänen zu tun hat. So war die Londoner Stararchitektin Zarah Hadid als Planerin eines einzigartigen Gebäudes im Gespräch. (fra)



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