Erstellt 31.05.06, 07:13h
Die Legitimation gegenüber der Politik war einfach: Man wolle nicht mit extremistischen und problematischen Vereinen zusammenarbeiten. Im Trägerverein hatte man sich nämlich nicht am Verfassungsschutzbericht orientiert und auch solche mitmachen lassen, die von vielen Experten als problematisch angesehen werden.
Heute sagt Ditib-Generalsekretär Mehmet Yildirim ganz offen: „Wir wollten das alleine machen.“ So ein Projekt könne man nicht mit mehreren verwalten. „Wir wollen und müssen unsere Aktivitäten alleine verantworten.“
Mit dem Ausstieg von Ditib verlor das Projekt „Zentralmoschee“ einen potenten und einflussreichen Partner. Übrig blieben mehrere kleinere Vereine mit höchst heterogenen Zielen. Der Trägerverein existiert weiterhin, hofft auf einen Moschee-Neubau im Rechtsrheinischen. Doch ihm fehlen Geld, Grundstück und vor allem politische Unterstützung. Dabei hatte er mit einem spektakulären architektonischen Projekt geworben, das sehr wenig mit den aktuellen Ditib-Plänen zu tun hat. So war die Londoner Stararchitektin Zarah Hadid als Planerin eines einzigartigen Gebäudes im Gespräch. (fra)
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