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Pascha von Vermummten bedroht

Von CHRISTIAN PARTH, 24.04.06, 17:22h, aktualisiert 24.04.06, 17:40h

Es sollte nur eine freundliche Geste sein und wurde zu einem brisanten Ärgernis. Das Kölner Freudenhaus Pascha hat seine WM-Flaggen von Iran und Saudi-Arabien geschwärzt - nachdem bewaffnete Vermummte das Personal bedroht hatten.

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Das WM-Werbeplakat des Pascha. Unter der Blondine sind die Flaggen. Zwei davon ließ die Geschäftsführung sperren.
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Das WM-Werbeplakat des Pascha. Unter der Blondine sind die Flaggen. Zwei davon ließ die Geschäftsführung sperren.
Köln - Es sollte nur eine freundliche Geste sein und wurde zu einem brisanten Ärgernis. Nachdem eine Gruppe von Moslems unmissverständliche Drohungen gegen das Kölner Bordell "Pascha" ausgestoßen hatte, hat die Geschäftsführung beschlossen, die Fahnen der Weltmeisterschafts-Teilnehmer Saudi-Arabiens und Iran auf einem Werbeplakat zu schwärzen.

Das Freudenhaus hatte auf einem acht mal 24 Meter großen Transparent mit einer leicht bekleideten Blondine und dem der WM-Werbung entlehnten Spruch "Die Welt zu Gast bei Freundinnen" geworben. Darunter waren die Flaggen der 32 teilnehmenden Länder abgebildet. Das Problem: "Auf den beiden Fahnen stehen muslimische Glaubensbekenntnisse geschrieben", sagte Armin Lobscheid, Geschäftsführer des Laufhauses. "Das wussten wir allerdings nicht."

Die Streitereien hätten bereits vergangene Woche begonnen, so Lobscheid weiter. Zunächste habe es Gewaltdrohungen nur per Telefon gegeben. Am Freitagabend sei schließlich eine Gruppe von 30 vermummten und mit Messern sowie Schlagstöcken bewaffneten Personen vor dem Bordell aufgetaucht. Dabei sei es zu verbalen Auseinandersetzungen gekommen. "Die Situation war brisant", sagte Lobscheid, der seine Mitarbeiter telefonisch zu beschwichtigen suchte, "einige der Leute verglichen unsere Werbung mit den dänischen Mohammed-Karikaturen". Lobscheid beteuert, die Flaggen in einem normalen Handel bestellt zu haben. "Wir wussten nicht, was darauf steht und wollten hier sicherlich niemanden gezielt beleidigen."

Am Samstag tauchte erneut eine Gruppe vermummter Personen auf, um auf ein religiöses Problem aufmerksam zu machen. Um weiteren Ärger zu vermeiden, entschied sich Lobscheid schließlich, die Flaggen der beiden muslimischen Nationen zu schwärzen. Allerdings habe er aus Sicherheitsgründen sowohl die Polizei als auch den Verfassungsschutz verständigt.



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