Erstellt 29.05.06, 12:19h, aktualisiert 29.05.06, 21:35h
Die 91-jährige Wendl hatte ihren Serientod im vergangenen Jahr angekündigt und mit den Produzenten das Ende ausgearbeitet. Nun starb sie ohne Leiden, allerdings auch ohne Serien-Sohn Olaf an ihrer Seite. Der nämlich war in der Episode vor dem Tod der Mutter mit seiner Frau Ines zu einer zehntägigen Bergtour aufgebrochen.
Else, endlich allein, blätterte schließlich nostalgisch in einem Fotoalbum, herausgeputzt "für eine ganz besondere Reise", wie es die Produktion formulierte. Dann schaltet sie um 18.50 Uhr ihre Lieblingsserie ein, und eine Stimme rief sie. Zur gleichen Zeit brachte die Figur der Tanja einen Jungen zur Welt.
Wendl war von der ersten Folge 1985 in 712 Episoden die grantelnde Hausmeisterin der in München angesiedelten "Lindenstraße". Mit 91 Jahren wollte sie sich nicht länger dem Drehstress und dem Pendeln zwischen dem Drehort Köln und ihrem Wohnsitz in München aussetzen. Ihr sei die Entscheidung schwer gefallen, hatte sie eingeräumt. "Aber meine gesundheitlichen Probleme und mein Alter zwingen mich dazu. Ich kann einfach nicht mehr."
Das Team der "Lindenstraße" schaltete zum Ausstieg Wendls am Ende der Sendung eine Traueranzeige für Else Kling. Auch auf der Internetseite gedachten Produzent Hans W. Geißendörfer und die "Lindenstraßen"-Mannschaft dem Ende der Figur, die in der Fiktion "nur" 84 Jahre alt wurde. Für die Fans wird Else Kling aber weiter leben - etwa als "Kult zum Kleben"-Starschnitt unter lindenstrasse.de. (ddp)
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