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Vom Büroturm bis zur Villa

Von CHRISTIAN HÜMMELER, 15.06.06, 07:06h, aktualisiert 17.06.06, 10:45h

Am Samstag und Sonntag findet in NRW der "Tag der Architektur" statt. Mehr als 500 Gewerbe- und Privatgebäude sowie Gärten und Parks im ganzen Land können besichtigt werden.

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Neue Wohnlandschaft am Ufer gleich neben dem Kölner Rheinaufhafen
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Neue Wohnlandschaft am Ufer gleich neben dem Kölner Rheinaufhafen
Bild: ksta
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Kantine der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung in Bonn
Bild: ksta
Mehr als 500 Gewerbe- und Privatgebäude sowie Gärten und Parks im ganzen Land können am Samstag und Sonntag besichtigt werden.

Köln - Das Verkehrsamt macht es sich einfach: Zwar ist der frisch renovierte Bau aus den 50er Jahren in zentraler Domlage an beiden „Tagen der Architektur“ am kommenden Wochenende geöffnet - doch das wäre die Anlaufstelle für Touristen aus aller Welt sowieso. Dennoch lohnt sich der Besuch, auch wenn man keine Stadtpläne, Übernachtungstipps oder Eintrittskarten braucht. Denn das neugestaltete Interieur, dem die Bonner Architekten Beckmann und Wenzel behutsam die Original-Anmutung der Bauzeit zurückgegeben haben, ist wirklich sehenswert. Und der Sitz von „Köln-Tourismus“ ist nur eines von insgesamt 537 Objekten - Bürogebäude und Wohnhäuser, Industrie- und Gewerbebauten, aber auch Gärten und Parks - , die am 17. und 18. Juni in ganz Nordrhein-Westfalen besichtigt werden können.

Zu den 40 Bauwerken, die alleine in Köln offen stehen, gehören so unterschiedliche Projekte wie Peter Böhms Wohngebäude an der Lütticher Straße mit kühn geschwungenem, durchlaufendem Erker oder die Gestaltung einer Gynäkologiepraxis nach Feng-Shui-Gesichtspunkten durch das Büro Ahuti und Volkmar Müller. Der Kontrast ist wie immer Programm - der „Tag der Architektur“ setzt bewusst keinerlei Hürden vor die Teilnahme. Mitmachen kann jeder Architekt, Innenarchitekt, Landschaftsarchitekt oder Stadtplaner, dessen Werk nicht älter ist als fünf Jahre. Und so findet der aus Holz und Glas bestehende Anbau an eine denkmalgeschützte Villa an der Frankenstraße durch das Büro „Stadtarchitekten“ genauso Aufnahme ins Programm wie das unlängst beim Wettbewerb „Lückenschluss“ ausgezeichnete „Praxishaus mit Studiowohnung“ von Thomas Luczak und Almut Skriver.

Lediglich vier Objekte sind in Bonn zu besichtigen. Und dennoch lohnt sich der Weg, denn schon der hölzerne Winkelbau der Poströntgenstelle für das Ministerium für Wirtschaft und Technologie (entworfen vom Kölner Büro Lüderwaldt Verhoff) oder auch die ellipsenförmige Kantine der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung der Architekten Heinle, Wischer und Partner (Köln) lohnen den Weg. In Hennef (Rhein-Sieg-Kreis) ist ein sieben mal sieben Meter messender, zum begrünten Außenwohnraum umgestalteter Mini-Garten des Bonner Landschaftsarchitekten Manuel Sauer zu sehen.

In Aachen beteiligen sich 20 Architekten und Bauherrn am „Tag der Architektur“ - hier kann etwa das neue Finanzamtszentrum (entworfen vom Planungsbüro Schmitz), in dem fünf Finanzämter zusammengefasst werden, besichtigt werden. In die Höhe geht es in Dortmund: Hier werden Führungen durch den knapp 100 Meter hohen „RWE-Tower“ (Gerber Architekten) angeboten. In Düsseldorf steht unter anderem der „Media Tower“ samt „Gläserner Killepitschfabrik“, ein Werk des Kölner Büros Findeisen und Wächter am südlichen Ende des Medienhafens, offen.

Doch nicht nur Neubauten öffnen sich dem Publikum: Das Bauen im Bestand, der Umbau, die Anpassung und Sanierung von bereits vorhandenen Gebäuden wird zu einem immer wichtigeren Arbeitsfeld für Architekten. Das spiegelt sich auch im Programm des „Tages der Architektur“ wider - zahlreiche Beiträge gehören zu dieser Kategorie.

Informationen zu allen Objekten samt Adressen und Öffnungszeiten gibt es im Internet.

Das Programmheft gibt es online oder per Post bei der:

Architektenkammer NRW

(Zollhof 1, 40221 Düsseldorf,

0221 / 49 67 12 64)

 www.aknw.de



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