Erstellt 07.07.06, 19:12h
Der Präsident des Weltverbandes FIFA zeigte sich von der Ehrung sichtlich beeindruckt. "Es hat mich gerührt und berührt. Träger einer so großen Auszeichnung zu sein, erfüllt mich mit Stolz und Emotionen", so Blatter. Er verglich die Auszeichnung mit einem Bild aus dem Fußball: "Wir sind bei der FIFA ein Team, und es scheint so, als habe ich beim entscheidenen Elfmeterschießen als Torhüter den letzten Schuss abgewehrt."
Blatter nutzte die Gelegenheit, um der WM wiederholt ein positives Zeugnis auszustellen: "Wir haben in Deutschland in den letzten Wochen eine Veranstaltung erlebt, die Hoffnung, Emotion, Solidarität, Freude, Gewinner, Verlierer und Zusammensein ermöglicht hat."
Kanzlerin Merkel fand neben Blatter auch für das Organisationskomitee (OK) mit seinem Präsidenten Franz Beckenbauer lobende Worte. "Sie waren ein sehr guter Botschafter für Deutschland und können in Konkurrenz zum ehemaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher treten, von dem man auch gesagt hat, er könne an zwei Orten gleichzeitig sein", sagte die CDU-Politikerin.
Der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily hatte den Vorschlag, Blatter die Auszeichnung zukommen zu lassen, forciert. Andere Politiker wie SPD-Fraktionschef Peter Struck hatten sich gegen eine Auszeichnung Blatters ausgesprochen: "Ich sehe dafür keine Notwendigkeit. Ich würde es ihm nicht geben." (sid)
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