Erstellt 13.07.06, 15:15h
Das nachgebaute Lager zeigt Unterkünfte aus Plastikplanen, Latrinen, eine Trinkwasserstation, ein Ernährungszentrum, ein Cholera-Behandlungszelt sowie selbst gebastelte Schuhe und Spielzeug. Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen berichten von ihren Erfahrungen in Angola, Afghanistan, dem Kongo und Tschad. "Oft leben bis zu 100.000 Menschen in einem solchen Lager", sagte der Präsident der Hilfsorganisation, Stefan Krieger. Sie seien Willkür ausgesetzt und könnten nicht in die Heimat zurück.
Rauch von Feuer und Geruch im Cholerazelt
Nach Angaben des Chirurgen leisten 3.000 Mitarbeiter seiner Organisation in 80 Ländern Hilfe. Sie werden von 20.000 Einheimischen unterstützt. Sprecherin Stefanie Seib betonte, die Ausstellungsbesucher müssten sich zusätzlich den Rauch von Hunderten von Feuerstellen vorstellen, lange Menschenschlangen vor den Versorgungszelten, den Geruch im Cholerazelt und große Enge. Die Wanderausstellung war auch in Japan, Kanada und Italien zu sehen.
Hinweis: Das Flüchtlingslager ist bis 17. Juli in Köln zu sehen, danach in Erlangen und Dortmund. Es ist täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Ein virtueller Besuch ist unter "www.aerzte-ohne-grenzen.de" möglich. (kna)
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