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Löwen jagen - die Zeiten sind vorbei

Von MARIA WADENPOHL, 17.07.06, 08:40h

Bei der „Rhodesian Ridgeback Olympiade“ waren nicht nur Vierpfoter, sondern auch Zweibeiner gefordert. Der Ridgeback sieht das gelassen, das Image des aggressiven Hundes haftet ihm zu Unrecht an.

Bild: BRITTA BERG
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Eine kleine Verschnaufpause muss sein.
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Eine kleine Verschnaufpause muss sein.
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Rückzieher in der Luft: "Igitt, Wasser!"
BILD: Berg
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Den scharfen Augen der Jury entgeht nichts.
Bild: BRITTA BERG
BILD: Berg
„Blue Shakira“ hat einen betörendenden Hüftschwung. Das ansehnliche Hinterteil der Dreijährigen schwingt bei jedem ihrer eleganten Schritte mit. Aber ob sie damit die Jury beeindrucken kann? Schließlich geht es heute ums Springen, Laufen, Hindernisseüberwinden und ums Gehorchen. Shakira ist eine Rhodesian-Ridgeback-Hündin. Am Sonntag trägt sie die Startnummer 28, denn sie ist Teilnehmerin an der „Rhodesian-Ridgeback-Olympiade“ auf dem Gelände des Schäferhundvereins Bayer Leverkusen in Rheindorf-Nord.

Das sportliche Ereignis, zu dem sich mehr als 50 Ridgeback-Besitzer - zum Teil sogar aus Österreich und der Schweiz - mit ihren Schützlingen angemeldet hatten, wird von einer Privatinitiative organisiert. „Die Idee war, Hunde nicht immer nur auf Schönheitsshows oder Ausstellungen paradieren zu lassen, sondern einen schönen, unterhaltsamen Tag mit den Tieren zu erleben“, erklärt Feli Grosshans vom Organisationsteam.

Sie selbst ist stolze Besitzerin von Onyesha (7) und der gerade mal 18 Monate jungen Chagina. Das Besondere an den Ridgebacks: „Es ist die einzige anerkannte Rasse aus Südafrika. Die Tiere sind echte Allround-Talente und wunderbare Familientiere, wenn sie aus einer anständigen Zucht stammen“, erklärt die Wuppertalerin ihre Begeisterung für die Vierpfoter. „Außerdem sind sie neugierig, friedliebend, innerartlich sehr verträglich und tolle Wachhunde.“

Aktiv und kraftvoll

Dass Image des aggressiven Hundes haftet den Ridgebacks offenbar zu Unrecht an. „Ursprünglich wurden die Tiere in Afrika zur Löwenjagd eingesetzt. Es sind sehr aktive und kraftvolle Hunde. Aber aggressiv sind sie nicht. Im Gegenteil, sie lassen sich durch nichts so schnell aus der Fassung bringen“, weiß Grosshans aus Erfahrung.

Und tatsächlich: Auf dem Gelände an der Oderstraße geht es ruhig zu. Nur selten wird gebellt oder geknurrt. Geheult allerdings schon. Denn zu Beginn der Veranstaltung schwor einer der vierbeinigen Athleten sogar den Olympischen Eid - und zwar mit unvergleichlicher Inbrunst.

Gemütlich sah es auf der großen Rasenfläche aus, an deren Rand sich Hunde und Halter unter Schirmen und Zelten vor der Sonne schützten und den anderen zuschauten. Sprint, Obedience (Gehorsam), Agility, Team und Freestyle lauteten die olympischen Disziplinen, denen sich die Teilnehmer samt zweibeinigem Anhang stellen mussten.

Besonders viel Einsatz von Frauchen und Herrchen war auf dem Agility-Parcours gefragt. Denn schließlich galt es, die Ridgebacks zu motivieren, über Hürden oder durch Reifen zu springen und auf einer Wippe oder durch einen Tunnel laufen zu lassen. So wurde auf dem Parcours nicht nur die Hunde-Fitness getestet. Trotz heißer Temperaturen: Die Aussicht auf eine kühle Erfrischung gefiel den Vierbeinern nicht sehr. Ins rote Planschbecken, ebenfalls Teil des Parcours, trauten sich nur wenige mutige Individuen.

Beim Freestyle war alles erlaubt: Hundetanz, Verkleiden, Pfötchen geben - alles, was Tier und Halter Spaß macht, war erlaubt. Dem Sieger der Olympiade winkte ein gemütliches Hundebett. Der Erlös aus den Teilnahme- und Eintrittsgeldern kommt dem Verein „Ridgeback in Not“, einer ehrenamtlich geführten Vermittlung zugute.

 www.ridgeback-in-not.de



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