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Palettenweise DSL-Router geliefert

Von ANDREAS ARNOLD, 21.07.06, 10:54h

Wiehl - Katharina Nickel staunte nicht schlecht, als am Mittwochnachmittag ein Lkw vor ihrem Haus vorfuhr, um ihr fünf Paletten mit insgesamt 496 DSL-Routern zu liefern. Ein Router, den sie einige Tage zuvor bei der Deutschen Telekom geordert hatte, hätte es ja auch getan.

Nachmittags stand ein Laster vor der Tür und wollte 496 Router abladen.

Wiehl - Katharina Nickel aus Drabenderhöhe staunte nicht schlecht, als am Mittwochnachmittag ein Lkw vor ihrem Haus im Alten Land vorfuhr, um ihr fünf Paletten mit insgesamt 496 DSL-Routern zu liefern. Ein Router hätte es ja auch getan. Und den hatte sie einige Tage zuvor bei der Deutschen Telekom ja auch geordert, um im Internet schneller surfen zu können.

Weil ihr die Internetverbindung via ISDN-Anschluss zu langsam war, entschied sich Katharina Nickel für einen DSL-Anschluss, der ihr schnelleres Surfen ermöglichen sollte. Nachdem klar war, dass dieser Dienst in Drabenderhöhe zur Verfügung steht, war für die Telekom-Kundin alles klar. Sie wunderte sich zwar noch über den Hinweis eines Telekom-Mitarbeiters, zurzeit seien DSL-Router kaum verfügbar, doch wirkliche Hindernisse sah sie keine. „Gewundert habe ich mich allerdings darüber, dass ich noch vier Mal von der Telekom wegen Rückfragen angerufen wurde.“

Am Dienstag kamen die ersten beiden Lieferungen der Telekom. In einem Paket befanden sich DSL-Router und ein Splitter. Beide Geräte sind notwendig, um vor Ort eine Verbindung via schneller DSL-Leitung zu ermöglichen. In dem zweiten Paket befanden sich fünf weitere Router, die Katharina Nickel umgehend zurückschickte.

Mittwochmorgen kam die nächste Lieferung der Telekom. Diesmal wurden fünf Pakete mit weiteren 50 Routern ins Alte Land gebracht. Auch die schickte die Kundin zurück, ohne zu ahnen, dass es noch eine Steigerung geben sollte. „Am Nachmittag stand ein Lkw bei uns vor der Haustür. Der Fahrer hatte fünf Paletten mit 496 Routern geladen“, berichtet Nickel. Umgehend schickte die Frau die Ware zurück. Ein Anruf bei der Telekom blieb zunächst ohne Ergebnis. „Das können wir uns auch nicht erklären“, musste sich die genervte Telekom-Kundin am Telefon anhören.

Gesine Seidel, Pressesprecherin der T-Com, brachte Licht ins Dunkel: „Die Panne ist auf einen Bearbeitungsfehler zurück zu führen. Eine Mitarbeiterin hat versehentlich in die Spalte »Anzahl« den Namen des Geräts (Speedport 501) eingetragen“erläuterte sie. Die 501 erklärt zumindest zwei der vier Lieferungen. Warum 51 weitere Geräte nach Drabenderhöhe gebracht wurden, konnte auch die Telekom nicht aufklären. Für die Panne entschuldigte sich Seidel im Namen der Telekom. Katharina Nickel bekam gestern ihren DSL-Anschluss freigeschaltet. Zum Glück hatte sie bei der ganzen Aufregung einen DSL-Router für sich behalten. „Den muss mir mein Sohn heute Abend noch installieren."



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